Aktuelles

Die aktuellen Ereignisse im Österreichischen Falknerbund und in der Falknerei können auch auf unserer Facebook Seite und auf Instagram verfolgt werden.


Internationale Tagung in Fulda des Vereins für lebendige Jagdkultur

Das Forum für lebendige Jagdkultur tagte in der Barockstadt Fulda (D), hoch über der Stadt. Genaugenommen vollzog sich die Tagung vom 26. bis 28. April 2019 an zwei historischen Orten, im Kloster Frauenberg, und auf dem von Fulda acht Kilometer entfernten Schloss Fasanerie in Eichenzell.

 

Neben den zahlreichen Vorträgen über die Fürstäbte und Fürstbischöfe wurde deren Jagd und Falknerei im 18. Jahrhundert, sowie Jagdrecht, die Jagd an sich, das Töten und der Tod thematisiert. Weitere Vorträge handelten von Bewegungsjagden, Hundeeinsatz und von Ethik. Dr. Urban referierte beispielsweise über die Position des Jägers in der Nahrungskette und in der Bedürfnispyramide.

 

Der Zweite Teil der Tagung fand auf dem Schloss Fasanerie statt, wo das Kulturgut wirklich lebendig wurde. Durch die hochprofessionelle Führung vom Direktor des Schlosses Fasanerie, Dr. Miller, wurde im Schlosspark und auf der Schlossterrasse ein großes historisches Jagdkonzert der Superlative geboten. Das Kulturgut Falknerei wurde dabei besonders stilvoll eingebunden. Moderiert wurde dieses Konzert von Falkenmeister Josef Hiebeler, welcher für die Darbietung von seinen Berufsfalknern begleitet wurde, die falknerisches Können von höchstem Niveau zeigten. Die Falken wurden zu historischen Falknerfanfaren meisterhaft geflogen.

 

Die Landgrafen von Hessen gehörten im 18. Jahrhundert zu den großen Falknern, welche jagdliche Events in Schloss Wabern veranstalteten. Schloss Fasanerie beherbergt heute noch die größten Falknereigemälde von J.H.W. Tischbein, welche im Reihersaal zu bestaunen sind.

 

Eine noble Veranstaltung der besonderen Klasse, zu der der ÖFB und der Salzburger Landesfalkenhof mit seiner Hof- und Jagdmusik federführend waren. Am Sonntag endete die Tagung mit einer sehr stilvollen Jagdmesse in der barocken Kirche, welche bis auf den letzten Platz besucht war.

 


Stellungnahme zu Unfällen mit Greifvögeln

In der Falknerei wird mit Greifvögeln gearbeitet, die Zeit ihres Lebens immer Wildtiere bleiben werden. Es ist zwar immer bedauerlich, wenn es im Umgang mit ihnen zu Verletzungen kommt, davon lässt sich aber keine erhöhte Gefährlichkeit von Greifvögeln für den Menschen ableiten. Im Zusammenleben von Mensch und Tier kommt es immer wieder zu Verletzungen verschiedenen Grades. Auch Tiere wie Hunde und Katzen, die ja als Haustiere mit uns zusammen leben, sind immer wieder in Vorfälle mit Verletzungsfolgen für den Menschen verwickelt. Zumeist ist die Ursache dafür, dass man am Ende des Tages doch eine unterschiedliche Sprache spricht und es zu Missverständnissen kommt.
Da die Falknerei eine Jagdform ist, sehen wir regelmäßig das Ergebnis, wenn ein Greifvogel ernsthaft eine Beute anjagt und auch fängt. Würde ein Mensch das Ziel einer solchen Attacke werden, müsste mit zahlreichen, schweren Verletzungen gerechnet werden. Der Mensch, Erwachsene wie Kinder, ist nicht Teil des Beutespektrums von Greifvögeln, auch nicht von Adlern.
Da die Haltung von Greifvögel in Österreich vergleichsweise selten ist, sind natürlich alle diesbezüglichen Vorfälle auf Grund ihrer Seltenheit von besonderem medialen Interesse. Dennoch wäre es unseriös, einzelne Fälle, die auch noch gar nicht genau nachvollzogen sind, als Anlass herzunehmen, um etablierte Regelwerke umzustoßen.

Jedenfalls ist jeder Unfall zuviel und der ÖFB wünscht dem verletzten Mädchen eine rasche Genesung.


Falknerei auf der Hohen Jagd

Vom 21.02.2019 bis zum 24.02.2019 fand in Salzburg erneut die Hohe Jagd und Fischerei statt.

Obwohl sicherlich die aktuellen Änderungen des Waffengesetzes der Messe ihren Stempel aufgedrückt haben, konnte sich die Falknerei am Stand, welcher durch den Salzburger Landesfalkenhof und den Österreichischen Falknerbund betreut wurde, gut in Szene setzen. Wir freuten uns sehr über die Besuche von Freunden und Förderern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Weitere Bilder können auf unserer Facebook Seite betrachtet werden.


Falknerkurs Schloß Waldreichs

Falknerei ist auch Nachwuchsarbeit - So wurde das Wochenende von 5 angehenden Jungfalknern genutzt, sich gemeinsam mit "alten Hasen" auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Wir wünschen den Prüflingen alles Gute und ein kräftiges Falkners Heil für die anstehenden Prüfungen!

Am 02.02.2019 fanden sich insgesamt fünf angehende Jungfalkner/innen zusammen, welche im März in Kärnten bzw. im April in Salzburg die Beizjagdprüfung ablegen werden. Um 08:00 Uhr war unsere erste Station in Krems an der Donau bei Martin Fechner, welcher uns die artgerechte Unterbringung eines Greifvogels in der Praxis zeigte. Anschließend fuhren wir weiter zum Schloss Waldreichs, wo uns schon Monika Hiebeler, Ladislav Fekete und Christian Großkopf erwarteten. Monika Hiebeler war so nett und hat uns Räumlichkeiten und die notwendige Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Mit Ladislav Fekete, Martin Fechner und Christian Großkopf wurde anschließend der gesamte prüfungsrelevante Stoff wiederholt, sodass uns gegen 16:30 Uhr die Köpfe rauchten. Anhand von Präparaten konnten wir unsere Fähigkeiten in der Bestimmung von Greifvögeln testen und verbessern. Ein besonderer Höhepunkt dieses Tages waren sicherlich die ersten praktischen Flugerfahrungen, welche wir mit einem Harris Hawk machen durften. Diese praktischen Übungen haben erheblich dazu beigetragen, dass für uns die theoretischen Aspekte besser verständlich gemacht wurden. Nach so einem informativen und erlebnisreichen Tag gehen wir neu motiviert in die weitere Prüfungsvorbereitung und sind zuversichtlich, dass alle anwesenden Jungfalkner/innen die Prüfung positiv absolvieren werden.
Wir möchten uns nochmals herzlich bei Monika Hiebeler, Ladislav Fekete, Martin Fechner und Christian Großkopf für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung bedanken.

Gerald Hochwallner