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Willkommen beim Österreichischen Falknerbund
In memoriam Prof. Tim Kimmel
Freitag, den 18. Mai 2012 um 09:03 Uhr


Mit großer Trauer gibt der ÖFB das unerwartete Ableben unseres Falknerfreundes Prof. Timothy Kimmel bekannt. Dr. Kimmel war Director und später Präsident der North American Falconer Association (NAFA). Unter seiner Präsidentschaft wurde die NAFA ein Vollmitglied der IAF. Später wurde er ein Mitglied des IAF Advisory Committee und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wissenschaft und Greifvogelschutz. Bei den letzten beiden Falconry Festivals übte Prof. Kimmel eine tragende Rolle bei der Ausstellung für falknerischen Greifvogelschutz aus, welche international großen Anklang fand.
Tim war während seines gesamten erwachsenen Lebens ein versierter und leidenschaftlicher Falkner und flog sowohl Falken also auch Habichte mit großem Erfolg. Ebenso war er ein passionierter Büchsenjäger, der die ganze Welt bereiste.

Sein großes bleibendes Vermächtnis sind seine Studenten der Biologie, in denen seine Liebe zu Greifvögeln weiterleben wird. Es war für uns alle ein großes Vergnügen, mit Prof. Kimmel eine schöne Zeit beim Falconry Festival in Al Ain im Dezember 2011 zu verbringen zu dürfen.

Stellvertretend für alle Falkner Österreichs, spricht der ÖFB seiner Familie sein aufrichtiges Beileid aus.

Dr. Harald Barsch, ÖFB Präsident
Mag. Christian Habich, ÖFB IAF Delegierter

 
Neue Ausgabe "Der Falkner"
Donnerstag, den 19. April 2012 um 11:08 Uhr


In einem neugestalteten Layout stellt sich die aktuelle Ausgabe des FALKNERS vor. In klarer und schlichter Form soll diese Ausgabe Vorbild für kommende Auflagen sein, großer Wert wird künftig auf schöne und erfrischende Bilder gelegt.


Aus aktuellem Anlass nimmt die Anerkennung der Falknerei als immaterielles Kulturerbe der UNESCO diesmal breiten Raum ein.
Selbst auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Die Vision, die Idee, für unsere Passion die Anerkennung als „Weltkulturerbe“ der UNESCO anzustreben, ging wie schon zuvor die Idee einer weltumspannenden Falknerorganisation (IAF), von Österreich aus, worauf wir mit Recht stolz sein können. Nachweislich hat die Grazer Kulturwissenschafterin Mag. Monika Reiterer ihre Vision „Weltkulturerbe Falknerei“ als allererste öffentlich präsentiert. All jene, die diese Eingebung im Nachhinein für sich beanspruchen, sind bisher jeglichen Beweis schuldig geblieben …

Unser UNESCO-Projektleiter Mag. Christian Habich lässt uns in seiner Schilderung am mühsamen, äußerst arbeitsintensiven, oft frustrierenden, aber letztlich erfolgreichen, hart erkämpften glücklichen Ausgang, an den ein kleiner Kreis immer geglaubt hat, teilhaben.
Mit meinem Wissen um Christians Hartnäckigkeit, sein Verhandlungsgeschick, seine exzellenten internationalen Verbindungen, habe ich stets an einen Erfolg geglaubt und anerkenne, dass Christian der Löwenanteil am Gelingen gebührt.
An dieser Stelle allen, die an der großartigen Umsetzung einer richtungsweisenden Vision aus Österreich in die Tat mitgewirkt haben, einen herzlichen Falknersdank! Der ÖFB hat die Chance zeitgerecht erkannt und die Gunst der Stunde genutzt.

Im November fand auf meine Initiative und Organisation an der Veterinärmedizinischen Universität Wien die allererste Fachtagung zum Thema „Greifvogelhaltung und Tierschutz“ statt. Ein Bericht darüber auf Seite 21 des FALKNERS.
Das überraschend große Interesse an dieser Tagung seitens der Teilnehmerschaft, die von beamteten Tierärzten/Tierärztinnen bis hin zu praktizierenden Falknern reichte, zeigte auf, dass ein großer Nachholbedarf an verlässlicher und objektiver Information besteht.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bisher nur Informationen über Falknerei und falknerische Greifvogelhaltung an Behörden vermittelt wurden, die in vielen Bereichen von althergebrachten Vorurteilen und unwahren Behauptungen geprägt sind.
Wenn wir als Betroffene zukünftig über anstehende Fragen der falknerischen Greifvogelhaltung und Falknerei diskutieren, müssen unabhängige Fachexperten mit einbezogen werden, um fachlich fundierte Lösungen, die von allen akzeptiert werden, zu erarbeiten. Es darf nicht sein, dass Personen, denen jegliche fachliche Kompetenz fehlt, bestimmen, was zu geschehen hat.
Die UNESCO-Anerkennung weist die Falknerei als schutz und erhaltungswürdiges Kulturerbe aus. Damit verpflichtet sie uns auch, alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um dieses Kulturerbe in lebendiger Form unseren nachfolgenden Generationen zu übergeben.
Ein Erhalt wird nur dann gewährleistet sein, wenn Wissensvermittlung stattfindet. Das bedeutet, wir sind verpflichtet dafür zu sorgen, dass Jungfalknerinnen und Jungfalkner die bestmögliche Ausbildung erhalten und ihr erworbenes Wissen und Können in einer behördlich anerkannten Prüfung, wie es in einigen Bundesländern schon praktiziert wird, nachweisen. Damit wollen wir erreichen, dass nur bestens ausgebildete Falknerinnen und Falkner ein verantwortungsvoller Umgang mit Greifvögeln ermöglicht wird.
Den Vorstand des ÖFB erwarten eine Fülle von neuen Aufgaben und Herausforderungen in den nächsten Jahren. Um dies zu bewältigen, geht unser Appell an alle Falknervereinigungen in Österreich: Lasst uns zusammenstehen und zusammenarbeiten, um die Fülle kommender Entwicklungen gemeinsam zu einem guten Abschluss zu bringen.

Ich bedanke mich bei allen, die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben unsere Falknerei lebendig zu erhalten und
grüße mit einem kräftigen Falknersheil!

Dr. Harald Barsch
Präsident des ÖFB

 

Anmerkung:

Die neue 64 seitige Ausgabe von "Der Falkner" kann per Email ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) zum Preis von EUR 10,- + Porto (EUR 2.50) bestellt werden.


 
Forschungsunterlagen und Ergebnisse der internationalen Konferenz: "Gerfalken, Schneehühner und Klimawandel" online verfügbar
Donnerstag, den 05. Januar 2012 um 10:33 Uhr

Über 150 Wissenschafter, Studenten, Manager und sonstige Artenschützer nahmen an der Konferenz "Gerfalken und Schneehühner in einer sich verändernden Welt" in der Boise State University (1.-3. Feb 2011) Teil. Teilnehmer aus Kanada, Island, Skandinavien, Russland, USA und anderen Staten kamen zusammen, um ihre Forschungsergebnisse auszutauschen und festzustellen, welche Forschungslücken dieses komplexen Themas noch weiterhin bestehen.

Das Ergebnis der Konferenz besteht aus einer Sammlung von 73 wissenschaftlichen Arbeiten und diesbezüglichen Diagrammen und Darstellungen. Die Arbeiten stehen für nicht-kommerzielle Zwecke zur freien Verfügung und können hier heruntergeladen werden: 

http://www.peregrinefund.org/subsites/conference-gyr/proceedings/index.html

"“We are pleased to make this information available at no charge to anyone interested in how climate change could affect species that are adapted to the cold, harsh conditions of the Arctic region,” said co-editor Rick Watson, vice president of The Peregrine Fund. “Armed with good science, we may be able to identify specific steps that would help preserve the Gyrfalcon, its prey, and many other species.”

Der Gerfalke, einer der größten Falken, ist zwar derzeit in seinem Bestand nicht gefährdet, jedoch prognostizieren Wissenschafter eine starke Dezimierung der Bestände in den nächsten 90 Jahren, sagt Dr. Watson. Der Klimawandel könnte die Reproduktionsfähigkeit dieser Falkenart beeinflussen.

Die Konferenz wurde von den Falknern des Peregrine Fund, der Boise State University und dem U.S. Geological Survey organisiert. Sponsoren waren unter anderem die Environmental Agency-Abu Dhabi, Prince Albert II of Monaco Stiftung, Trust for Mutual Understanding, National Park Service, und der U.S. Fish and Wildlife Service.

Die o.g. Forschungsergebnisse werden übrigens im Februar auch als Buch erscheinen.

 
Falconry Festival 2011 Abu Dhabi - Videos
Mittwoch, den 28. Dezember 2011 um 14:09 Uhr


Für alle, die nicht am Festival teilnehmen konnten, haben wir eine kleine Auswahl von Videos vom Festival in Al-Ain auf den Falknerbund-Youtube Kanal gestellt.

Wir bitten zu berücksichtigen, daß diese Videos von Dritten gedreht bzw. aufgenommen wurden.

 
Internationale Fachtagung zum Thema "Greifvogelhaltung und Tierschutz"
Freitag, den 09. Dezember 2011 um 18:56 Uhr

Prof. Dr. Thomas RichterGemeinsam mit dem Institut für Tierhaltung und Tierschutz und dem Österreichischen Falknerbund wurde unter Leitung und Organisation von ÖFB-Präsident Dr. Harald Barsch die allererste Fachtagung zu diesem Themenkreis im Festsaal der Vet. Med. Universität Wien abgehalten.
Mein besonderer Dank gilt Herrn Univ. Prof. Dr. Josef Troxler, Vorstand des Instituts für Tierhaltung und Tierschutz, für die Ermöglichung dieser Tagung auf akademischem Boden!

Anstoss war die Verbreitung einer Veröffentlichung ganz persönlicher Ansichten zur Falknerei und falknerischer Greifvogelhaltung eines bekannten und in Fachkreisen, sogar von einigen Falknern, anerkannten Spezialisten für Greifvögel. Obwohl der Verfasser selbst nie mit der Ausübung der Falknerei befasst war, sind seine Aussagen zu dieser Thematik von althergebrachten Vorurteilen, die längst widerlegt sind und unsachlichen Unterstellungen geprägt.
Dieses „Gutachten“ - in Wahrheit eine sehr subjektive Meinungsäusserung, fand unverständlicherweise bei den Veterinärbehörden als „Arbeitsunterlage“ Eingang und führte zu grosser Verunsicherung der Amtstierärzte, die mit der Beurteilung von Greifvogelhaltungen befasst sind.
Was lag näher, als anerkannte Experten auf dem Gebiet der Greifvogelhaltung und Falknerei, vor allem  aus dem universitären Bereich, mit jahrzehntelanger Erfahrung als Referenten zu gewinnen:

Prof. Dr. Michael Lierz - Universität Giessen, Akad. Dir. Dr. Norbert Kummerfeld -Tierärztliche Hochschule Hannover, Prof. Dr. Thomas Richter - Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen, Tierärztin Dr. Susanne Hartmann - Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (D)
Ihre interessanten und praxisnahen Vorträge spannten den Bogen von Greifvogelhaltung über Krankheiten bis hin zur Verhaltenskunde.
Im zweiten Teil referierte DDr. Holger Herbrüggen über juristische Aspekte, Dr. Sabine Hille vom Institut für Wildbiologie an der BOKU über nicht alltägliche praktische Einsatzbereiche von falknerisch abgetragenen Greifvögel und Mag. Christian Habich vom Österreichischen Falknerbund über die Praxis des Abtragens eines Jungvogels. Allen Referenten einen herzlichen Dank für ihre spannenden Beiträge!

130 Tagungsteilnehmer, darunter sehr viele beamtete Tierärzte und Tierärztinnen, Tierschutzombudsleute, Zoofachleute bis hin zum praktischen Falkner folgten mit regem Interesse den Ausführungen und beteiligten sich sehr lebhaft an der Diskussion. Es zeigte sich, dass bei uns noch viel Aufklärung und Wissensaneignung  über Grundsätzliches in der Greifvogelhaltung erforderlich ist.

Offene Fragen werden in Zukunft  gemeinsam mit anerkannten Fachexperten zu diskutieren sein, ideologische Ausrichtungen, aus welchen Kreis auch immer bringen uns nicht weiter.
Die Tagung war ein erster Schritt in diese Richtung, letztlich müssen Entscheidungen auf vorurteilsfreier Basis und wissenschaftlich fundierten Fakten, zum Wohle der von uns gehaltenen Greifvögel getroffen werden.


Dr. Harald Barsch
Präsident des ÖFB

 

Liste der Vorträge (zum Herunterladen der Vorträge im Kurzformat bitte Anklicken)

Prof.Dr. Michael Lierz - "Programm zur tierärztlichen Vorbeugung, Behandlung und Ernährung von gehaltenen Greifvögeln"

Akad. Dir.Dr. Norbert Kummerfeld - "Aufnahme und Rehabilitation von aufgefundenen Greifvögeln und Eulen unter den Ansprüchen des Tierschutzes"

Prof.Dr. Thomas Richter - "Biologische insbesondere ethologische Grundlagen der Haltung und des Trainings von Greifvögeln"

Dr. Susanne Hartmann - "Anforderungen an die Greifvogelhaltung, die unterschiedlichen Haltungsverfahren"

DDr. Holger Herbrüggen - "Rechtliche Aspekte der Greifvogelhaltung"

Dr. Sabine Hille - "Interessante Einsatzmöglichkeiten von Beizvögeln – Helfer des Menschen im Siedlungsraum und in der Wirtschaftslandschaft"

Mag. Christian Habich - "Falknerisches Abtragen - einst und jetzt."

 

 
Österreichischer Gewinner beim Fotowettbewerb des Internationalen Falknerfestivals in Abu Dhabi
Freitag, den 09. Dezember 2011 um 17:52 Uhr

(c) Franz Hammer
Der anläßlich des Internationalen Falknerfestivals 2011 von Kulturministerium in Abu Dhabi ausgeschriebenen Fotographenwettbewerb lockte eine riesige Anzahl von Bewerber aus der ganzen Welt an: Die unabhängige Expertenjury wählte die Gewinner aus über 700 eingereichten Arbeiten aus!

Wer jetzt glaubt, daß nur die bekannten Profi-Superstars der Natur- und Falknereifotografie vom Schlage eines Mark Williams oder Rob Palmer echte Chancen hatten, wurde eines Besseren belehrt! Der österreichische Hobbyfotograf Franz Hammer aus Graz hat es mit seinem Bild eines jagenden Habichts in die Endrunde geschafft und damit eine gesponsorte Teilnahme (Flug & Unterkunft)  gewonnen.

Der Österreichische Falknerbund gratuliert Franz Hammer zu dieser Leistung!

 

Fotografischer Lebenslauf Franz Hammer

Meine "Falknerlaufbahn"

Falkner, nein, dazu müsste ich einer sein, aber vielleicht doch ein wenig, also angelernt, oder so? Aber von vorne: vor einigen Jahren wurde meine Tochter Barbara bei einer Flugvorführung vom Virus "Greifvögel" infiziert. Nach dem 2. Sommer als freiwillige Helferin in der Steiermark hängte sie nach ihrem Studienabschluss eine echte Saison in einer Greifvogelstation an.
Mit Jagdschein und Kärntner Falknerprüfung war sie dann "echte" Falknerin. Natürlich ist diese Ausbildung nicht spurlos an mir vorüber gegangen, zwischendurch wurde ich über Neues informiert, bei Prüfungen zum Abfragen gebraucht und dann musste ich ihre Auftritte bildlich festhalten. Es war mir nicht wirklich unangenehm und je mehr ich über diese schönen Vögel erfuhr, um so interessanter wurde es, sie auch fotografisch zu dokumentieren. Schließlich kam die Einladung zu einer Beizjagd. Mit noch nicht so ganz brauchbarem Fotogerät brachte schon die erste Saison für die Falkner brauchbare Bilder, wurden doch Situationen festgehalten, die ein Falkner so detailliert nicht sehen konnte, der Fotograf in mir war eher enttäuscht.
Durch Aufrüstung im "Hardware"-Bereich und "Lernen" dieser Form des Jagens, Einschätzung der Vögel, Versuchen, den Ablauf richtig vorher zu sehen etc, stieg die Qualität der Bilder. Brauchbare Bilder unterstützen mich inzwischen bei kleinen Bilderschauen, wo ich versuche, die Vögel und auch die Beizjagd normalen Bürgern zu erklären und plausibel zu machen.
Mit einigem Wetterglück, passenden Lichtverhältnissen und auch Foto-Jagd-Glück gelangen mir inzwischen Aufnahmen, die auch schon bei nationalen und internationalen Fotowettbewerben Anklang fanden, der Höhepunkt ist dabei sicherlich jener beim Third International Festival of Falconry in Al Ain, VAE. Ich hoffe, auch dort werden mir gute Fotos gelingen.

Franz Hammer

 

 

 
Interview des ÖFB Präsidenten zum Thema "Greifvogelflugvorführungen"
Dienstag, den 23. August 2011 um 09:54 Uhr

Der Anblick - Interview mit Dr. Harald Barsch
Anläßlich der Diskussionen um Greifvogelflugvorführungen und die z.T. diffamierende Kampagnen der radikalen Tierschutzgruppe "Vier-Pfoten" gegen die Betreiber von Greifvogelschauen hat der Präsident des Österreichischen Falknerbundes der Zeitung 'Der Anblick' ein Interview zum Thema gegeben.

Dr. Barsch geht in dem Interview auf die Fragen und Vorwürfe die in den Anzeigen gegen die Greifvogelwarten vorgebracht wurden ein und erklärt die Position des Österreichischen Falknerbundes zum Thema.

Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift "Der Anblick" stellen wir eine Kopie des Interviews zum Download zur Verfügung.

 
Neuer Sender & Must-Have Yagi Update von Marshall Radio
Montag, den 18. Juli 2011 um 20:35 Uhr


Unser Freund Robert Bagley, seines Zeichens Geschäftsführer von Marshall Radio, hat auf Rückmeldungen aus der letzten Beizsaison reagiert und seine Entwicklungsabteilung mit der Weiterverbesserung der ohnehin bereits fast unschlagbaren Yagi Antenne am Fieldmarshall Empfänger beauftragt.

Herausgekommen ist eine neue, superflache Yagi Antenne mit einem verbesserten Faltmechanismus, bei dem nichts mehr verbiegen oder gar brechen kann. Die Elemente der Antenne sind ebenfalls etwas dünner dimensioniert, weisen aber durch die Verwendung von Titanal-Aluminium die gleiche Stabilität auf, wie die dickeren Element der bisherigen Antennen.


Mit dieser neuen Yagi ist Marshall mit Sicherheit ein ganz großer Wurf geglückt! Durch die Entwicklung und Verwendung neuer Bauteile, konnte die Bauhöhe um mehr als die Hälfte reduziert werden und dies bei gleichzeitiger Verbesserung der Empfangsleistung!

Eine weitere Neuentwicklung ist der neue Wildflug Sender "Hack". Er verfügt über einen sehr kurzen (stromsparenden) Puls und über eine sehr hohe Reichweite. Den Technikern von Marshall ist es gelungen, die Batterielebensdauer des Senders auf ca. 4 Wochen zu auszudehnen. Bei Tests in den Oberkärntner Bergen konnte der Sender voll überzeugen und alle anderen Sender an Reichweite und Batterielebensdauer überbieten. Als kleines Extra, gibt's den "Hack" Sender mit einer speziellen Antenne, die der Vogel nicht mehr zerbeissen kann.

Wer sich für die neuen Produkte interessiert, kann sich über die technischen Details auf http://marshallradio.com informierenbzw. bestellen.

 

 
ÖFB Hohenstaufer Gürtelschnalle in limitierter Auflage
Samstag, den 04. Dezember 2010 um 15:30 Uhr


Da die alte Gussform der Gürtelschnalle des Österreichischen Falknerbundes mit dem historischen Konterfei des Hohenstaufers Friedrich II leider seit vielen Jahren verschollen war, hat FM Josef Hiebeler die vergriffene Gürtelschnalle zum 60 jährigen Jubiläum des Österreichischen Falknerbundes nachfertigen lassen.

In aufwendiger Kleinarbeit durch einen Künstler gestaltet, gibt es jetzt wieder eine Gussform der historischen Gürtelschnalle. Von der begrenzten Auflage sind nur noch wenige Exemplare verfügbar.

Der Einzelpreis für ÖFB Mitglieder beträgt 125,- Bestellungen bitten wir direkt an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zu richten.

 

 
Internationale ÖFB Jubiläumsfalknertagung in Falkenstein/ Weinviertel/NÖ
Sonntag, den 21. November 2010 um 16:56 Uhr

60 Jahre Österreichischer Falknerbund

Das malerisch und reizvoll gelegene Weinörtchen Falkenstein im niederösterreichischen Weinviertel erwies sich als Tagungsort für die Internationale Jubiläumsfalknertagung des ÖFB als idealer Treffpunkt. Auch ein Bezug zur Falknerei vergangener Zeiten war gegeben, Blaufußfalken ( Sakerfalken) aus Falkenstein waren dereinst bei den Falknern am Österreichischen Hof begehrte Jagdfalken.
Im Turnierhof der alles überragenden, mächtigen Burgruine Falkenstein hieß Hausherr Georg Graf Thurn-Vrintz 67 Falkner, Freunde und Gäste aus 12 Nationen willkommen.

Die Politik war durch LAbg. Mag. Carlo Wilfing , die NÖ Jägerschaft durch BJM Ing. Gottfried Klinghofer vertreten.
Das bunte Treiben am Burgareal wurde von einem zehnköpfigen amerikanischen Filmteam (HBO) begleitet , das eine Dokumentation über die Falknerei in Österreich drehte. Für die jagdlich-musikalische Umrahmung auf hohem Niveau sorgte die JHB-Gruppe Zayatal.

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ÖFB Jubiläumstagung - Internationales Medienecho
Samstag, den 20. November 2010 um 22:06 Uhr


Die Jubiläumstagung des ÖFB in Falkenstein wurde mittlerweile in vielen Artikeln der Fachpresse entsprechend gewürdigt. Berühmtheit wird diese Tagung in den USA erlangen, wenn in wenigen Tagen die Dokumentation eines der größten Fernsehsenders der Welt (HBO) über die Falknerei ausgestrahlt wird. Diese Dokumentation wurde fast vollständig auf ÖFB Tagung gedreht.

Neben den vielen kleinen Videos und Clips die bereits überall in den einschlägigen Falknerforen weltweit geposted wurden, hat auch die Firma Marshall Electronics ein kleines Video über unsere Tagung gedreht und auf ihrer Webseite der internationalen Falknergemeinschaft zugänglich gemacht.

 
Wie Phoenix aus der Asche
Samstag, den 20. November 2010 um 18:31 Uhr

Von der Vergessenheit bis zum Kulturerbe der UNESCO in Österreich.

von  Dr. Harald Barsch

Zu aufwändig, zu teuer, vielleicht auch nicht mehr „zeitgemäß“ – es gab bereits präzis schießende Feuerwaffen – wurde 1793 mit Aufhebung des Oberfalkenmeisteramtes die Falknerei am Österreichischen Kaiserhof abgeschafft.

In Österreich erlebte die Falknerei im 17. und 18. Jahrhundert ihre Blütezeit. Sie wurde ausschließlich, wie die Jagd auch, vom Adel betrieben. Die Falknerei sollte fast 100 Jahre lang völlig in Vergessenheit geraten.
Erst in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts begannen sich einige Persönlichkeiten wieder für diese edle Jagdkunst zu interessieren. 1932 gab es in Wien eine kleine Gruppe  Weidmänner um KR Franz Adametz, die sich für die Falknerei begeisterten.
Der 2. Weltkrieg und die entbehrungsreichen Nachkriegsjahre setzten den ersten zaghaften Versuchen der Beizjagd bald ein Ende. 1950 kam es auf Initiative von KR Franz Adametz zur Gründung des ÖFB,  dessen  Zielsetzungen nicht nur die Ausübung der Beizjagd, sondern damals schon den Schutz aller Greifvögel beinhalteten.

Die Ausübung der Beizjagd sollte sich als wahre Pionierleistung erweisen, es war ein ständiges Dazulernen, meist aus Fehlern, bis sich erste Erfolge einstellten. Im Gegensatz zu heute gab es damals keinerlei Fachliteratur oder Lehrbücher, das Fachwissen lag gut verwahrt und unzugänglich in großen Bibliotheken und sollten erst viel später gehoben werden.
Die Beschaffung von Beizvögeln erfolgte ausschließlich aus der Natur, Aushorst- und Fanggenehmigungen waren damals noch erhältlich, die „Geier“ wurden zu dieser Zeit ohnehin noch rücksichtslos verfolgt.
In den 60er/ 70er  Jahren kam es zu einem dramatischen Rückgang in den Greifvogelpopulationen.  Die vermeintlich Schuldigen waren bald gefunden. Die Falknerei befand sich im Aufwärtstrend, mehr Falkner brauchten mehr Greifvögel, die sie sich angeblich durch illegalen Nestraub beschafften. Die wahren Schuldigen allerdings befanden sich in der chemischen Industrie, der massive Einsatz von Pestiziden (DDT- GAU) in der Landwirtschaft führte zur Unfruchtbarkeit der Greifvögel.

Falkner mussten weltweit zur Selbsthilfe greifen. Die ersten, bislang unmöglich gehaltenen Nachzuchten von Greifvögel und Eulen in Menschenhand gelangen nicht etwa Ornithologen oder Zoofachleuten, sondern  Falknern. Heute wird der gesamte Bedarf an Greifvögel für die Falknerei ausschließlich aus Nachzucht gedeckt.

Noch ein Gutes hatte die Zucht: Falkner haben durch Auswilderung von über 1000 gezüchteten Wanderfalken im Osten Deutschlands die so gut wie ausgestorbene Baumbrüterpopulation der Wanderfalken gerettet.Seit „Erfindung“ der Falknerei vor vielen tausend Jahren in den Steppen Innerasiens hat sie sich bis heute nicht verändert. Auch jagen alle Falkner weltweit gleich.Nicht so die Jagd, denken wir z.B. an die Entwicklung vom Pfeil zur Hochrasanzpatrone.

Dieses uralte Jagdkulturgut fand daher im März 2010 die Aufnahme in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Österreich. Im kommenden Jahr soll die Falknerei in Österreich als „ Weltkulturerbe“ der UNESCO anerkannt werden.

 
UNESCO nimmt Falknerei offiziell in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.
Mittwoch, den 17. November 2010 um 20:17 Uhr

H.E. Mohammed Khalaf Al-Mazrouei - Director General Abu Dhabi Authority for Culture and Heritage (ADACH) verteidigt die multinationale Nominierung vertretend für alle teilnehmenden Ländern vor der UNESCO Versammlung
Im Zuge der UNESCO Konferenz in Nairobi, bei der offizielle Vertreter aus über 180 Staaten, darunter auch Österreich teilnahmen, wurde Falknerei am 16. November 2010 offiziell in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Die diesbezügliche Submission wurde durch Abu Dhabi im Namen der Vereinigten Arabischen Emirate, Belgien, Tschechien, Frankreich, Korea, Mongolei, Marokko, Qatar, Saudi Arabien, Spanien und Syrien eingebracht. Neben diesen Staaten werden auch Österreich, Ungarn, Kroatien und die Slowakei, wo Falknerei ebenfalls bereits in die jeweiligen nationalen Inventarlisten des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde, der Submission beitreten.

Die Submission selbst, als die größte multinationale Submission die je bei derUNESCO unter dieser Konvention eingereicht wurde, erhielt besonderes Lob durch die UNESCO als 'außergewöhnliches Beispiel für die zwischenstaatliche Zusammenarbeit und exemplarische Qualität der bereitgestellten Information'.

Die ursprüngliche Forderung zur Anerkennung dieser über 4000 Jahre alten Jagdkunst als UNESCO Weltkulturerbe stammt aus Österreich und wurde durch die CIC Jagdhistorikerin Prof. Monika Reiterer aus Graz erstmals in den späten 90er Jahren erhoben und veröffentlicht.

Der 16. November wird damit weltweit in die Annalen der internationalen Falknergemeinschaft eingehen und gilt als größter Meilenstein zur nachhaltigen Erhaltung einer sozialen Kulturtradition, die vor allem Natur und Umwelt respektiert und seit mehr als 200 Generationen fast ununterbrochen, meist innerhalb der Familie, mündlich weitergegeben wird.


Nachfolgend einige weitere Informationen und Artikel in der internationalen Presse:

Emirates News Agency - News Bulletin

The National (Emirates)

ÖFB Presseaussendung

 
Zurück zum Ursprung: Ein Lehrjahr bei einem Adlerfalkner im Altaigebirge


Viele Adlerfalkner und solche die es gerne werden wollen, träumen von den unglaublichen Weiten der Steppen Asiens. Nur ganz wenige haben den weiten beschwerlichen Weg dorthin auf sich genommen und die Anzahl der westlichen Falkner, die über viele Monate bei den  Nomaden in Kasachstan und in den Ausläufern des Altai-Gebirges in die Lehre gegangen sind, lässt sich auf einer Hand abzählen.

Die uralte Kunst Wildfänge zu perfekten Jagdadlern abzutragen und Adlernestlinge zu Jagdgefährten ohne Agression zu formen, stammt bekanntlich aus den Steppengebieten rund um das Altai Gebirge und wird dort in entlegenen Gebieten, fernab von jeglichem Tourismus noch immer praktiziert. Die Kunst wird, wie zu Urzeiten, innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben und kann noch immer als die Wiege der Adlerfalknerei angesehen werden.

Vor einigen Jahren habe ich eine junge Amerikanerin getroffen, die von Adlern und der Adlerfalknerei fasziniert war. Lauren McGough aus Oklahoma, USA, scheute (ganz im Gegensatz zu vielen anderen jungen 'angehenden Falknern' heutzutage) keine Mühe und Distanzen, Kapazitäten wie Josef Hiebeler, Roy Lupton oder den Schotten Neil Hunter aufzusuchen und mit ihrer unaufdringlichen, bescheidenen und netten Art zu lernen und alles Wissen über Adler nahezu aufzusaugen.

Lauren ist erst 23 Jahre alt und erhielt ihre US Falknerlizenz bereits mit 14 Jahren. Sie graduierte vor einem Jahr in den Fächern Biologie und Internationale Beziehungen und ist auf dem Weg sich auf das Fach Greifvogelbiologie zu spezialisieren. Trotz ihres jungen Alters und das in den letzten Jahren erworbene Wissen über Adlerfalknerei, welches sowieso bereits weit über das übliche hinausgeht, entschloss sich Lauren selbst und allein in das Altai Gebirge zu reisen, um dort über ein ganzes Jahr bei einem Adlerfalkner in einer Nomadenfamilie in die Lehre zu gehen - zurück zum Ursprung!

Der ÖFB möchte sich an dieser Stelle bereits vorab bei Lauren bedanken, dass Sie ihre Erfahrungen dieses Lehrjahres mit den österreichischen Falknern teilt:

Teil 1: Die Anreise und wie ich meine neue Familie fand.

Teil 2: Ich bin verliebt!

Teil 3: Mein erster Fuchs!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. November 2010 um 12:14 Uhr
 
Österreichische Falknerei als immaterielles nationales UNESCO Kulturerbe anerkannt!
Samstag, den 05. Juni 2010 um 00:00 Uhr


Die Bemühungen des seit über 24 Monaten laufendes Projektes des Österreichischen Falknerbundes (ÖFB) zur Anerkennung der Österreichischen Falknerei als immaterielles Nationales UNESCO Kulturerbe wurden am 10. März 2010 von Erfolg gekrönt. Der Fachbeirat er UNESCO Kommission bestehend aus Experten, Vertretern der neun Bundesländer und den zuständigen Bundesministerien hat einstimmig die Aufnahme der Falknerei in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich beschlossen.

Das Projekt wurde von einem kleinen Expertenteam des ÖFB bereits im Jahre 2007 initiert und ist der nationale Teil des großen multinationalen Projektes zur Anerkennung der Falknerei als immaterielles UNESCO Weltkulturerbe. Dieses multinationale Projekt, bestehend aus 14 Staaten unter der Leitung des Kulturministeriums von Abu Dhabi, hat bereits im September 2009 eine multinationale 'Joint submmission' zur Anerkennung der Falknerei als Weltkulturerbe bei der UNESCO eingereicht.

Die ursprüngliche Forderung zur Anerkennung unserer über 3000 Jahre alten Jagdkunst als UNESCO Weltkulturerbe stammt ebenfalls aus Österreich und wurde durch die Jagdhistorikerin Prof. Monika Reiterer aus Graz erstmals in den späten 90er Jahren erhoben und veröffentlicht.

Wir dürfen dies durchaus als den größten Erfolg des ÖFB und der Österreichischen Falknerei in der österreichischen Geschichte feiern und als Fundament für die langfristige Erhaltung der Falknerei betrachten.

 
Überreichung der UNESCO Urkunden ORF-Landesstudio Salzburg
Montag, den 03. Mai 2010 um 17:35 Uhr

Falkenmeisterin Monika Hiebeler, Zweite Landtagspräsidentin Gudrun Mosler-Törnström BSc., ÖFB Präs. Dr. Barsch, Falkenmeister Josef Hiebeler, A. Strempfl (ZÖF), Unesco Präsidentin Dr. Eva Novotny und Steinadlerterzel Timur
Überreichung der Urkunden an die ersten in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommenen Traditionen im ORF-Landesstudio Salzburg

Im ORF-Landesstudio Salzburg wurden am 20.April 2010 die ersten Urkunden an die erfolgreichen BewerberInnen überreicht und die aufgenommenen Elemente präsentiert. Außergewöhnlich beeindruckende Darbietungen der FalknerInnen, Villgratener Sternsinger, Ranggler und eines Märchenerzählers machten den Nachmittag ebenso wie eine Schauapotheke aus Bad Ischl zu einem unvergesslichen Ereignis. Jede Präsentation zeigte, welches enorme Potential immateriellen Kulturerbes zur Schaffung von Identität und Selbstbewusstsein innewohnt und machte seine Bedeutung als Mittel zur Förderung von Annäherung, Austausch und Verständnis zwischen den Menschen sichtbar.

Für die Falkner nahmen ÖFB Präsident Dr. Harald Barsch, Falkenmeister Josef Hiebeler, Falkenmeisterin Monika Hiebeler und A. Strempfl in Vertretung der ZÖF an der Urkundenverleihung teil. Leider war unser erfolgreicher UNESCO Projektleiter Mag. Christian Habich bei der Feier nicht dabei, die isländische Aschewolke hielt ihn in Bombay fest!

Wieder einmal zeigte sich, welch hohe Sympathie- und positives Imagepotential unsere Greifvögel in der Öffentlichkeit ausstrahlen.

Im Juni geht das Ansuchen um Anerkennung der Falknerei als Weltkulturerbe an die UNESCO - Zentrale nach Paris.

 

vl. Falkenmeisterin Monika Hiebeler, Falkenmeister Josef Hiebeler,Burgverwalter Werfen Peter Meikl, Univ Doz. DDr. Sigrid Schwenk, Unesco Präsidentin Dr. Eva Nowotny, ÖFB Präsident Dr. Harald Barsch

vl. ÖFB Präs. Dr. Barsch, Mag. Maria Walcher, Leiterin der Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe, Mag. Eva Stiermayr von der Nationalagentur, Falkenmeister Josef Hiebeler, Falkenmeisterin Monika Hiebeler

 
ÖFB auf der „WEIDWERK und FISCHWEID“
Sonntag, den 04. April 2010 um 13:46 Uhr

Der ÖFB Messestand im kasachischen Stil
„WEIDWERK und FISCHWEID“ in Klagenfurt am Wörthersee ist die grösste Fachmesse für Jäger und Fischer im Alpe-Adria Raum und findet alle zwei Jahre statt.

Der Österreichische Falknerbund war auch diesmal vertreten, wobei eine mongolische Jurte und tradionelle falknerische Ausrüstungsgegenstände der Kasachen auf unserem Stand präsentiert wurden.

Das Hauptinteresse des Publikums konzentriete sich wie immer auf unsere Beizvögel:  Steinadler, Sakerfalke, Wanderfalke, Gerfalke, Habicht und ein Uhu wurden von unseren Falknern und Falknerinnen- Jan Nikolaus, Inge Prinz, Friedl Sigl, Walter Andritsch mit seiner Inge,Elisabeth und Martin Barsch und Hubert Hofer auf der Messebühne an drei Tagen einem grossem Publikum vorgestellt.
Vor unserem Stand gab es stets eine Menschenansammlung, die  unsere gefiedertenJagdgefährten  bestaunten.

Univ. Prof. Dr. Hackländer mit Frau, Dr. Barsch, Mag. Matschnig
Falknerfreunde aus Italien und Slovenien kamen auf einen Plausch vorbei, ebenso viele Falknerfreunde aus  unseren Reihen.

 

Weitere Bilder vom ÖFB Auftritt auf der 
„WEIDWERK und FISCHWEID“ in Klagenfurt gibt's in der ÖFB Gallerie.

 
Was lange währt ... Der neue Marshall Micro 433Mhz Sender
Donnerstag, den 04. März 2010 um 10:13 Uhr

von Mag. Christian Habich

Größenvergleich mit Marshall Scout Sender
Es hat zwar ein klein wenig länger gedauert als ursprünglich geplant, aber die Wartezeit scheint sich wirklich gelohnt zu haben - der neue Micro-Sender von Marshall hat bei den ersten Praxistests wirklich gut abgeschnitten.

Angeblich war es selbst für den weltbesten Hersteller von Falkner-Telemetrieanlagen gar nicht so einfach, sein eigenes Pflichtenheft für diesen Sender zu erfüllen: Wollte man doch bei hoher Reichweite eine in der Falknerpraxis halbwegs vertretbare Batteriedauer realisieren, was bei der (Miniatur-) Größe des Senders schon ein wenig nach Quadratur des Kreises anmutet. Im Größenvergleich hat der Sender ca. 1/3 der Größe des bekannten Marshall Scout Modells, auf welches im letzten Jahr ein ganze Anzahl von ÖFB Mitgliedern umgestiegen sind. Die Antenne ist ca. 50% dünner und ca. 2cm länger im Vergleich zum Scout Sender. Der Sender ist komplett aus anodisiertem Aluminium gefertigt bzw. CNC-gefräßt und über die perfekte Verarbeitungsqualität muß man bei diesem Hersteller sowieso keine Worte verlieren.

Marshall hat für den Micro die 3 Volt Lithium CR1225 Batterie gewählt, welche das Gesamtgewicht des Senders mit eingelegter Batterie auf knapp unter 3 Gramm (!) bringt. Das Entwicklerteam hat sich für das bereits bewährte Batterie-Sparsystem - Marshall nennt es 'Apollo 13 Mode' - entschieden, um die Batteriedauer auf ein praxisgerechtes Maß auszudehnen. Bei diesem Modus der auch schon seit zwei Jahren beim Scout Sender erfolgreich angewendet wird, schaltet sich der Sender nach 24 Stunden Dauerbetrieb automatisch in eine Art 'Notmodus' und reduziert die Anzahl der Signale pro Minute um Batterie zu sparen - eine einfache, aber geniale Idee.
Micro Sender auf Merlin Terzel
Wie es möglich war, dieses System so zu miniaturisieren, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, daß der Micro Sender bei meinem ersten Dauertest ganze 5 Tage und 7 Stunden im Dauerbetrieb (bei 15 Grad Celsius) durchgehalten hat! Ein zumindest für mich beeindruckender Wert. Weiters verfügt der Sender über den bewährten Magnetschalter, sodaß man den Sender auch für einige Tage am Vogel lassen kann ohne ihn ständig ab- und anzumontieren.

Der Reichweitentest in den Kärntner Bergen war (für mich) sehr beeindruckend. Der Micro Sender hat in Verbindung mit dem Marshall 433Mhz Empfänger im hügeligen Gelände fast die gleiche Reichweite wie der Scout Sender (vielleicht 5% weniger) - ein Wert der in Anbetracht seiner Mini-Größe fast schon fast unwahrscheinlich scheint!

Als Montagemethode empfiehlt Marshall die Staartmontage oder (noch besser) die Rückenmontage.

Natürlich gibt es noch keine Langzeiterfahrung mit dem Sender, aber man kann zusammenfassend sicher sagen, daß Marshall mit diesem Sender ein großer Wurf gelungen ist, auf den alle Sperber und Merlin Piloten schon lange gewartet haben. Aber nicht nur für Besitzer von Kleinfalken und Sperber wird dieser Sender interessant sein, sondern auch für alle Falkner die dem nordamerikanischen Vorbild folgen wollen und ihre Vögel mit zwei Sendern (kombinierte Rücken- & Staartmontage) fliegen wollen.

 

Gerfalke mit Scout (Rückenmontage) & Micro (Staart)

Weitere Informationen gibt's direkt bei Marshall. Vorausgesetzt, daß bei den anderen weltweiten Praxistestern keine unvorhergesehenen Probleme auftauchen, wird der Sender in den nächsten 4-6 Wochen in Produktion gehen und rechtzeitig für die neue Saison verfügbar sein. Angeblich gibt's demnächst auch eine neue Webseite, die (endlich) auch in deutscher Version angeboten wird, was die Online-Bestellung für nicht-englischsprechende Falkner entsprechend erleichtern wird.

 

 
Rentiere gehören zum natürlichen Beutespektrum von Steinadlern!
Dienstag, den 23. Februar 2010 um 16:04 Uhr

Steinadler schlägt Rentier (Bild klicken für Video)
Die BBC Dokumentarfilmer Dr. Ted Oakes, Kameramann Barrie Britton und der Wissenschafter Harri Norberg sind seit einiger Zeit unterwegs, um die komplexen Beziehungen zwischen Raubtieren und den ziehenden Rentierherden für die BBC filmisch zu dokumentieren.

Was den sämischen Ureinwohnern in Nordfinnland (und auch erfahrenen Adlerfalknern) seit hunderten Jahren bekannt: ist, nämlich daß Rentierkälber eine der Hauptnahrungsquellen für Steinadler in der Region sind, haben die Wissenschafter jetzt endgültig bewiesen.

Den Dokumentarfilmern gelangen eindrucksvolle Bilder von wilden Steinadlern, die im Kompanieflug eine Rentierherde angreifen und erfolgreich ein Kalb schlagen. Ein kurzer Ausschnitt der Aufnahmen ist auf der BBC Earth Webseite zu sehen:

http://news.bbc.co.uk/earth/hi/earth_news/newsid_8314000/8314558.stm


Damit ist wohl auch die Behauptung mancher Falknereigegner, daß z.B. Rehe nicht zum natürlichen Beutespektrum des Steinadlers gehören, wohl reine Makulatur...

 
Falknerkurse & Vorbereitung zur Beizjagdprüfung bei FM Josef Hiebeler
Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 15:09 Uhr

Aufgrund der Nachfrage und des besonderen kultur- und jagdhistorischen Stellenwertes der Falknerei in Österreich hat sich ÖFB Falkenmeister Josef Hiebeler entschlossen, zusammen mit dem in Kärnten ansässigen Spezialisten für Jagdkurse - Arnold Grafschafter (www.jagdkurs.com),  einen Grund- bzw. Praxiskurs für die Falknerprüfung/Beizjagdprüfung anzubieten.

Das Team von Berufsfalknern um ÖFB Falkenmeister Josef Hiebeler zählt zu den Besten seines Faches und ist international anerkannt in Sachen Falknerei und Greifvogelkunde. Falknermeister Hiebeler wird bei der Ausbildung mit Sicherheit die höchsten Maßstäbe anlegen und wie bei allen Kursen von Arnold Grafschafter steht ganz besonders die Praxis im Vordergrund.

Die Grundausbildung und Teile der Praxiskurse finden auf Schloss Waldreichs im Greifvogelzentrum NÖ statt und werden für alle Teilnehmer mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.Spezialkurse werden speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten und finden z.T. auch in den Niederwildrevieren statt.

Falknerei ist ein sehr umfangreicher Teilbereich der Jagd und verlangt sehr viel Praxis und Erfahrung. Die Kursleiter haben sich deshalb entschlossen, aufbauend mit einem Grundkurs, folgende 3 falknereispezifische Kurse anzubieten:

  • Grundkurs zur Ablegung der Falknerprüfung
  • Praktische Falknerei
  • Spezialkurse (Adler, Habicht, Falke)

 

Weitere Information und Anmeldung unter  +43-676-77 22 433 (Hr. Grafschafter) oder auf  www.jagdkurs.com
 
Sage Grouse Beize im amerikanischen Westen
Samstag, den 19. Dezember 2009 um 10:23 Uhr

von Robert Bagley (Übersetzung Mag. Christian Habich)

Der größte Vogel der amerikanischen Grouse-Familie wurde erstmals in den 70er Jahren aktiv mit Falken gebeizt. Seit dieser Zeit haben die Erfahrungen der Falkner viel zum Verständnis über die Lebensgewohnheiten und die Verhaltensmuster über dieses außergewöhnliche Beutewild gesammelt und beigetragen. Eine steigende Anzahl von Falknern zieht die Beize auf Sage Grouse jedem anderen falknerischen Beutewild vor und erkennt die Sage Grouse auch als eine der größten Herausforderungen der Beizjagd an. Sage Grouse leben in den weiten offenen und menschenleeren Gebieten des amerikanischen Kontinents. Sie laufen so gut wie niemals aus und halten einen Point, um dann plötzlich und unerwartet mit Höchstgeschwindigkeit aufzusteigen. Wenn sie fliegen, fliegen sie nicht in Richtung nächste Deckung sondern gleich in Richtung Horizont, ohne wieder irgendwo einzufallen. Im September werden sie von unseren Falknern noch als relativ leichte Beute für junge Falken angesehen, was sich aber bis zum November radikal verändert, da Sage Grouse bis zu diesem Zeitpunkt einen bemerkenswerten physischen und athletischen Wandel hinlegen, um sich auf den Schnee und den tiefen harten Winter vorzubereiten. Im Winter ist es selbst für die allerbesten und erfahrensten Falken so gut wie unmöglich, eine gesunde Sage Grouse zur Strecke zu bringen. Von den Fähigkeiten als Beutewild sind also Oktober und November die idealen Monate für die Sage Grouse Beize in den Weiten des amerikanischen Westens.

Nachfolgend ein paar Eindrücke und Kommentare von der letzten Beizjagd mit Freunden und dem bekannten Grouse Beizjäger Steve Chindgren. Steve hat mehr Sage Grouse gefunden, hochgemacht und fotografiert als jeder zur Zeite lebende Falkner oder Wildbiologe. Er studiert die Überwinterungsgebiete und kehrt im Frühjahr zurück um ihre Balzrituale zu dokumentieren. Von September bis Februar beizt er auf Sage Grouse mit einem Team von Falken.

Steve's Jagdhaus, auch bekannt als das 'House of Grouse' befindet sich in Wyoming. Dorthin pilgern Freunde und Falkner aus der ganzen Welt, um die beeindruckende Sage Grouse Beize zu verfolgen, die dort seit über 20 Jahren geboten wird. Das Gebiet in Zentral-Wyoming hat die größte Sage Grouse Population des Westens und zeichnet sich durch weite offene Flächen von sg. 'öffentlichen Land' aus, welches noch nicht von irgendwelchen Ölfirmen erschlossen wurde.

Letztes Jahr war Steve  während der Beizzeit etwas durch eine Sportverletzung und mußte für 8-10 eine Beinmanschette tragen - wer's glaubt...

Während diesen Wochen blieben wir bei ihm im 'House of Grouse' und haben ein bißchen über unsere Beobachtungen Buch geführt und wollen diese Erfahrungen gerne mit unseren österreichischen Freunden teilen:

Steve: "Durch meine Verletzung habe ich gelernt, daß einen Point anzugehen besser ist, als zu rennen - man sieht einfach mehr was passiert ..."

Hier ist 'Jomo' in seiner 21. Beizsaison (!!) - noch immer ein erfolgreicher Grouse-Falke. Steve hat bis vor kurzem noch die Fußmontage verwendet und behauptet, daß der RT+ Sender für die sehr hart anschlagenden Falken die beste Wahl ist.

Steve: "Wenn du Deinen Vogel dazu ermuntern willst, schneller loszufliegen, halte ihn einfach knapper über dem Boden. Wenn man einen Falken knapp am Boden hält, will er einfach eher losfliegen. Ein Vogel der hochgehalten wird, ist einfach entspannter und beobachted die Gegend mehr."

Steve: "'Bum. Das war's'. so fliegt ein großes Ger-Weib eine Grouse, um dann in einen langen horizontalen Verfolgungsflug überzugehen. Meiner Meinung nach zählt ein 5 Kilometer Verfolgungsflug, der auf einer erlegten Grouse endet, nicht als erfolgreicher Beizflug. Deshalb bevorzuge ich Hybrid-Terzel - diese müssen einfach lernen, die Grouse im Steilstoß zu erlegen."


Steve: "Man findet Grouse fast nie im hohen Bewuchs. Sie bevorzugen niederen Bewuchs, wo sie beim stehen darüber hinwegsehen können.  Hohen Bewuchs verwenden Sage Grouse für zwei Dinge: als Schattenspender vor der Sonne und Deckung für Raubzeug."

Ein Abendessen von Männern - für Männer: Fleisch und Karfoffel. Steve kocht aber auch Reis, Salat und sonstige 'zivilisierte' Beilagen. Natürlich ist alles nur Beilage für die gebeizte Grouse des Tages!
Steve: "Für die Sage Grouse Beize ist ein guter, verläßlicher Hund mindestens genauso wichtig wie ein fähiger Falke. Manchmal haben wir Besucher, die in einer Woche keine einzige Grouse sehen ... 'Tucker' findet die Grouse in 10min!"


Steve: "Zuviele Fehlflüge bei denen der Falke mit dem Federspiel eingezogen werden muß, sind schlecht. Es macht den Falken faul. Die besten Falken werden immer von der Beute aufgenommen."

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ÖFB Falknertagung 2009
Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

von  Ing. Werner MayrSchloß Hohenbrunn - ÖFB Tagungsort 2009

Die Falknertagung 2009 des Österreichischen Falknerbundes fand vom 15. - 18. Oktober  auf  Schloss Hohenbrunn bei St. Florian in Oberösterreich statt. 

Die prächtig und aufwendig renovierten Schlossmauern sind bereits lange der Jagd verschrieben, wurde es doch von seinem letzten Besitzer, Baron von Hohenstein als Jagdmuseum gestaltet und einer breiten Öffentlichkeit aus dem In- und Ausland zugänglich gemacht .Einen Falknersdank sagen wir dem Oberösterreichischen Landesjagdverband, der seinen Sitz dort unterhält, für die Möglichkeit, dieses einzigartige Barockjuwel für  unsere Hauptversammlung, den Grünen Festabend und die feierliche Abschlußstreckenlegung nützen zu dürfen.

Besonderen Dank gilt dem  LJM von OÖ LAbg.Sepp Brandmayr, Mag. Christopher Böck sowie Harald Moosbauer für ihre tatkräftige und konstruktiv-kooperative Unterstützung.An den beiden Jagdtagen fanden sich 58 Beizjäger ein, um in den umliegenden Revieren mit ihren abgetragenen Beizvögeln nach einer jahrhundertelangen Tradition zu jagen. Traditionelle Streckenlegung im Schloßhof

Wie auch in den vergangenen Jahren kamen dieses Jahr wieder Falknerfreunde aus Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Tschechei und der Slowakei nach Österreich, um ihrer Passion nachzugehen.Dazu ein Falknersdank an die zuständigen Bezirksjägermeister Engelbert Zeilinger (Bezirk Linz Land) und BJM Ing. Volkmar Angermeier (Bezirk Eferding) sowie den ambitionierten Jagdleitern in den Revieren vor Ort.

Obwohl an beiden Jagdtagen für die Falknerei ungünstige Wetterverhältnisse vorherrschten,  konnte doch eine beachtliche Strecke vermeldet werden. Zum Grünen Festabend konnten wir im prächtigen historischen Saal des Schlosses  140 Gäste begrüßen, darunter den langjährigen ehemaligen Präsidenten des ÖFB, Ehren LJM ÖR Hans Reisetbauer.Am Beginn stand ein  Fachreferat von Mag. Erich Klansek vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie in Wien zum Thema „Hase und Fasan – quo vadis?

Falknersdank an LGL Strittl für die Organisation!

Ehrungen langjähriger Mitglieder und Leistungstitelvergaben  rundeten das fröhliche Beisammensein ab.Den Florianer Jagdhornbläsern für ihre gelungenen Darbietungen einen Falknersdank. Bei einem kulinarisch raffinierten Bankett fand der Abend ein dem Anlass passendes Ausklingen.

 

 

Anmerkung: Weitere Bilder der ÖFB Tagung 2009 gibt's demnächst in der Galerie.

 

 
Exzellente Öffentlichkeitsarbeit durch ÖFB OF Roy Lupton im englischen TV
Samstag, den 03. Oktober 2009 um 08:41 Uhr
OF Roy Lupton 'in action'
Derzeit läuft im englischen Fieldsports Channel TV eine Serie mit dem bezeichnenden Namen 'Fieldsports Britain'. Die Serie läuft bereits sein Anfang September und stellt die verschiedenen, in Großbritannien ausgeübten, Jagd und Angelarten einer breiteren Öffentlichkeit vor. Es werden mehrere Jäger, Angler, Fasanzüchter etc. und eben auch ein Falkner während eines Jagdjahres von einem Filmteam begleitet, um dem Publikum die Vorbereitung auf die Jagdsaison und die Jagd selbst nahezubringen.

Verschiedenste Aspekte der Jagd und auch die Problematik des Raubzeugs (Fuchs etc.) werden gut verständlich aufbereitet und in ansprechender Weise gezeigt. Das Ziel der Serie ist es selbstverständlich, eine bessere Akzeptanz und mehr Verständnis für die Jagd und 'Fieldsports' in Großbritannien zu erreichen - klassische Öffentlichkeitsarbeit eben.

ÖFB OF Roy Lupton hat nicht nur eine kurze 'Rolle' bei der Rehjagd, wo er seine hervorrande Fähigkeit als Schütze demonstriert, sondern wird vom Filmteam während der gesamten Zucht und Jagdsaison mit seinen Beizvögeln begleitet.

Für ausländische Zuseher sind die einzelnen Folgen der Serie unter http://www.fieldsportschannel.tv oder in HD Format auf Youtube.com verfügbar.
 
Historischer Meilenstein für die Falkner Nordamerikas!
Mittwoch, den 30. September 2009 um 14:59 Uhr

von Mag. Christian Habich
Andrew Bullen & Shoshana Datlow mit dem Wanderfalkenterzel

Wie NAFA (North American Falconers Association) President Dan Checchini gestern in einer Presseaussendung bekanntgab, wurde am 23. September erstmals nach 35 Jahren wieder ein junger migrierender Wanderfalke auf traditionelle Art an den Stränden Nordamerikas gefangen. Nach so vielen Jahren hat die US Regierung die nachhaltige Nutzung des Tundra Falken wieder für die Falknerei freigegeben.

Natürlich ist die Anzahl der Fanggenehmigungen beschränkt (z.B. 4 Stück für Virginia), sodaß die nachhaltige Nutzung durch die folgenden Falknergenerationen nicht gefährdet ist. Der Terzel ist übrigens wohlauf und wird bereits abgetragen. Fast alle der glücklichen Falkner, die eine Fanggenehmigung erhalten haben, wollen ihren Falken nach einigen Jahren falknerischen Einsatzes wieder in die freie Wildbahn entlassen.

An dieser Stelle sollte natürlich auch erwähnt werden, daß es ausschließlich Falkner waren, denen die Erholung des weltweiten Wanderfalkenbestandes zu verdanken ist. Die schon fast unglaubliche Erfolgsgeschichte des Peregrine Fund, der von Falknern gegründet wurde, ist weltbekannt. Der Peregrine Fund ist übrigens eine fast zu 100% privat finanzierte Stiftung und erledigte seine Arbeit zur Rettung des Wanderfalkens, der aufgrund von DDT vom Aussterben bedroht war, ohne große Sensationsmeldungen oder Schockjournalismus, wie wir ihn von den (sogenannten) Tierschützern kennen. Es waren Falkner, die die ersten Zuchterfolge vorweisen konnten und denen sogut wie alle Fortschritte in Sachen Greifvogelzucht zu verdanken ist. Daß die erstmalige Zucht von Falkenhybriden in weiterer Folge den Falknereigegnern zu 'verdanken' ist, da diese noch viele Jahre nach den Zuchterfolgen an den erfolgreichen Nachzuchten von Wanderfalken öffentlich zweifelten und einen Beweis forderten, sei an dieser Stelle ebenfalls nochmals in Erinnerung gerufen.

So paradox es auch klingen mag, aber der Kontinent mit der jüngsten Falknereigeschichte (50-60 Jahre), zeigt Nationen in Europa, die ein über tausendjähriges Falknerei-Kulturerbe vorzuweisen haben, wie man die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Erhaltung des Kulturerbes Falknerei und der Greifvögel definieren kann.

Es bleibt zu hoffen, daß auch in Europa die Regierungen dem nordamerikanischen Vorbild folgen und sich zu Regelungen einer vernünftigen, nachhaltigen Nutzung der Natur durchringen können. Anlaßgesetzgebungen und Regelungen aufgrund polemischen Drucks von radikalen, naturentfremdeten (selbsternannten) Tierschützern, die ihre Haustieren "artgerecht" in der Großstadt halten, können nicht die Zukunft sein.

Der ÖFB möchte hiermit der NAFA zum historischen Erfolg in Sachen Greifvogelschutz und Erhaltung der Falknerei aufrichtig gratulieren!

 
Zweites „Festival of Falconry“ in England, 11.-12.Juli 2009
Freitag, den 11. September 2009 um 12:15 Uhr


Ein Welttreffen von Falknern aus 53 Nationen

von ÖFB Präsident Dr. Harald Barsch


Vorgeschichte


Unsere ÖFB Ehrenmitglieder Dr. Nick Fox und Chairman Jim Chick waren schon des öfteren Gäste des ÖFB bei unseren Tagungen und bei falknerischen Veranstaltungen auf der Rosenburg.
Die beeindruckenden historischen Falknervorführungen zu Pfingsten und die stilvollen Weihnachtsjagden auf der Rosenburg hatten ihren nachhaltigen Eindruck hinterlassen, sodass unser Freund Jim Chick anlässlich  seiner Teilnahme an  der Weihnachtsjagd 2008 auf Schloss Rosenburg den Wunsch äußerte, der ÖFB möge doch mit einer großen Abordnung und dem  Team um Falkenmeister /Falkenmeisterin Josef und Monika Hiebeler  mit einer historischen Vorführung mit Falken und Pferden das Festival mitgestalten.
Wie hätte man da nein sagen können, ist doch dieses internationale Falknertreffen das größte je stattgefundene falknerische Weltereignis und ein ausgezeichnetes Forum, die nur mehr selten geübte Kunst der Falknerei zu Pferde einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Eine ehrenvolle Herausforderung, die vom  Organisationsteam mit  ÖFB Präs. Dr. Barsch, Mag. Christian Habich,unserem Verbindungsmann zum Festivalkomitee, sowie Falkenmeister/Falkenmeisterin Josef und Monika Hiebeler  zu bewältigen war.


Österr. UNESCO Präsidentin Dr. Eva Nowotny im ÖFP Camp
Die Falknerei- ein UNESCO Weltkulturerbe?

Die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE), in denen die Falknerei wesentlicher Teil ihrer Kulturgeschichte ist, lange vor deren Ausübung in Europa, streben mit enormen Bemühungen und Unterstützung ihrer Regierungen seit einigen Jahren die Anerkennung der Falknerei als Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO an.
Die zündende Idee dazu kam vor einem Jahrzehnt von einer Österreicherin, Frau Prof. Mag. Monika Reiterer aus Graz, die zu dieser Zeit als Hauptberichterstatterin der Kommission Falknerei im CIC -Internationaler Rat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd- fungierte.
Wie beim ersten Festival vor zwei Jahren, ging es auch diesmal darum, alle Facetten einer weltumspannenden Falknerei einer breiten  Öffentlichkeit und internationalen Medien zu präsentieren.
Falkner und Falknerinnen aus 53 Nationen, von Europa über Russland, China und Japan, von Kanada über die USA bis nach Peru, von den Vereinigten Arabischen Emiraten bis Südafrika trafen sich bei Reading, westlich von London, zum weltgrößten Treffen in der Geschichte der Falknerei. Die Vertretung der österreichischen Falknerei wurde vom Österreichischen Falknerbund - ÖFB wahrgenommen.

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ÖFB Falknertagung 2009
Dienstag, den 08. September 2009 um 08:33 Uhr

Schloß Hohenbrunn
Die diesjährige Falknertagung des Österreichischen Falknerbundes findet vom 15. - 18. Oktober im Schloß Hohenbrunn, 4490 St. Florian,Oberösterreich statt. Die Einladungen gehen in den nächsten Tagen per Post an die Mitglieder des ÖFB.

Achtung: Anmeldungen müssen bis spätestens 5. Oktober 2009 mit dem der Einladung beigefügtem Formular erfolgen. Nachträgliche Anmeldungen, oder Anmeldung im Tagungsbüro können aus organisatorischen Gründen ausnahmslos nicht berücksichtigt werden.

 

Tagungsablauf:

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Endlich! Digitaler Telemetrie Empfänger von Marshall in 433mhz
Mittwoch, den 20. Mai 2009 um 19:06 Uhr

Der neue Digital Field Marshall
Nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit hatte das Paradeunternehmen in Sachen Telemetrie, die US amerikanische Firma Marshall Radio, ihren neuen digitalen Telemetrie Empfänger 2007 fertiggestellt. Bereits die Tests der Prototypen während der Entwicklungsphase durch amerikanische Falkner waren äußerst vielversprechend. Das fertige Produkt mit seiner modernen Technik, Leistung, Verläßlichkeit und Ergonomie wurde letztes Jahr als Meilenstein in der Telemetrie vielfach (auch von bekannt kritischen Falknern) bewundert. Mittlerweile ist das amerikanische Modell ein Verkaufsschlager geworden.

Der ÖFB pflegt seit einigen Jahren eine freundschaftliche Verbindung zur Marshall Firmenleitung und hat bereits in der Entwicklungsphase des amerikanischen Modells immer wieder darauf hingewiesen, daß in Europa 432, 433, 434 und 435Mhz  Sender verwendet werden und "ob es denn nicht möglich wäre eine 'europäisierte Version' des amerikanischen Modells zu bauen". Nach fast 16 monatiger Wartezeit ist es nun soweit und der Marshall 'Europa-Empfänger' ist erhältlich.

Die ersten Tests im Oberkärntner Nockgebiet haben ganz klare Vorteile gegenüber allen anderen Telemetrie Empfänger und Systeme gezeigt: Die Reichweite und Direktionalität des neuen digitalen Marshall Empfängers ist wirklich außergwöhnlich. Trotz Berge in der direkten Sichtlinie zwischen Empfänger und Sender, konnten letztere sogar noch aus über 10km lokalisiert werden. Bei relativ freier Sicht sind 50-80km Reichweite kein Problem (Tests in den weiten Ebenen von Utah haben bis zu 140km Reichweite ergeben). Eine Eigenschaft die uns ganz besonder beeindruckt hat, war die wirklich exzellente Filterung von Störfrequenzen (Eisenbahn Oberleitungen, Handymasten, Funkzentralen der Bergwacht etc.). In dieser Disziplin scheint Marshall am meisten Know How investiert zu haben.


Starke Leistung, handlich & ausgereiftGrößenvergleich ohne Handgriff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie die Bilder zeigen, ist das Gerät in Sachen Handhabung und Ergonomie ebenfalls überlegen, besonders die automatisch ausklappende Yagi Antenne, die den Empfänger in Sekunden einsatzbereit macht, hat schon fast 'Cool-Factor'...

Das neue Gerät wird offiziell beim Internationalen Falknerfestival vorgestellt und ist bereits bestellbar. Für ÖFB Mitglieder wird es (ähnlich wie bereits bei einem anderen Hersteller) wieder ein spezielles Vereinsangebot in Verbindung mit einem Marshall Sender (Kanal nachträglich änderbar, Anzahl der Signale pro Minute individuell wählbar, bis zu 40 Tage Batteriedauer) geben.

Nachtrag: Der Setpreis für den 'Digital Field Marshal' Empfänger (100 Kanal Version) +  'Scout Turbo' Sender wird bei 845,- EUR liegen. Der Empfänger (100 Kanal Version) ohne Sender wird 660,- EUR kosten. Informationen zum ÖFB Spezial Paket-Preis für Mitglieder gibt's hier.

 

Weitere Hintergrundinformationen zur neuen Marshall Telemetrie können Sie auch dem nachfolgenden Interview mit Entwicklungschef Dave Marshall entnehmen:

Interview mit Dave Marshall

Interviewer: “Erzählen Sie uns etwas über diesen komplett neuen Marshall-Empfänger und was Sie erreichen wollten.”
Dave Marshall beim Interview
DLM: “Wir haben dieses Projekt gestartet um den alten Field Marshall zu ersetzen, durch ein Modell mit einer viel breiteren Frequenzwahl.  Als nun die Dinge ihren Lauf nahmen haben wir immer neue Möglichkeiten gefunden, „warum ändern wir nicht dies, warum fügen wir das nicht hinzu?” Auf einmal verbrachten wir eine Menge Zeit damit und rasch wurden wir sehr wählerisch was wir verändern wollten. Wir dachten: das wird ein komplett neuer Empfänger und er muss wirklich gut werden. Wir hatten Glück in einigen Dingen.  Was Sie im 2009 Field Marshall bekommen ist brandneue Technologie, Stand der Technik 2009 und wenn ich sagen darf; ein kleines Bisschen Präzision in der Ingenieursarbeit. Wie sich herausstellte war die größte Herausforderung die Filterung an diesem Empfänger zu verbessern um es soviel besser im Empfang eines schwachen Signals, soviel sensibler und soviel freier von Hintergrundgeräuschen zu machen die ihr Signal überschatten. Das waren Durchbrüche.“

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Steinadlerzucht und der Schwindel mit der Unterart Aquila Chrysaetos Daphanea
Geschrieben von: Josef Hiebeler   
Sonntag, den 19. April 2009 um 15:49 Uhr

Steinadler der Unterart A. ch. daphanea der Steppenform. Ein typisches Merkmal aller daphanea daphanea Adler sind die unbefiederte Supraorbitalknochen über den Augen.
Es handelt sich um die zentralasiatische Unterart und gleichzeitig um die begehrteste in der Falknerei.

Die asiatischen Falkner unterscheiden von Unterart Aquila Chrysaetos Daphanea fünf (!) verschiedene Formen. In meinem Steinadlerbuch schreibe ich von zwei dieser Formen, die wesentlich sind und in der Ornithologie so bekannt sind. Genau genommen trifft es aber zu, eine Einteilung in fünf Formen der Unterart Daphanea zu treffen. Manche unterscheiden sich nämlich in der Färbung und morphologisch ganz wesentlich von einander.

Zum Beispiel die Form 'Kitai', die in einem Teil des chinesischen Tienschan Gebirge vorkommt, vereinzelt auch im Grenzgebiet China-Kirgisien, ab 3000 m ü.M. brütet und  den farbenprächtigsten Steinadler darstellt. Beim Vergleichen anhand der nur wenigen zur Verfügung stehenden DNA Analysen mit anderen kasachischen und kirgisischen Steinadlern konnte man erstaunlicherweise keine Verwandschaft zu diesen feststellen. Von dieser Form gibt es in ganz Europa nur fünf Exemplare, die restlichen Daphanea kann man zu der Steppenform oder Hochgebirgsform der Daphanea Unterart zuordnen.
Aquila chrysaetos daphanea der Form „Kitai“, eines der seltenen Exemplare in Europa. Schwarzbraune Brust und bis zur Schulter laufende extrem helle NackenfedeAquila chrysaetos daphanea der Form „Kitai“, eines der seltenen Exemplare in Europa. Schwarzbraune Brust und bis zur Schulter laufende extrem helle Nackenfeder wie auch extrem heller Flügelbug.
Seit Steinadler in Gefangenschaft gezüchtet werden, ist es möglich die Farbe und die verschiedene Unterarten auszusuchen. Leider züchtet jeder kreuz und quer. Alpenadler werden mit asiatischen Unterarten, oder amerikanische mit türkischen Adlern usw. eingekreuzt - was halt gerade zur Brut schreitet.
Vor allem in Tschechien und auch in Deutschland werden immer wieder Steinadler als 'Daphanea' angeboten und ins Internet gestellt. Nur die wenigsten davon sind wirklich echte Daphanea Adler, und wenn, dann im besten Fall nur von einem Elternteil Daphanea  - mit aus dem Balkan stammenden Adlern. Solche Adler werden zum Beispiel in Tschechien zum Höchstpreis als 'Daphanea' verkauft! Es geht also leider nur ums Geschäft obwohl es sich in Wirklichkeit, genau genommen, um überteuerte Rassenhybriden handelt. Zur Beizjagd sind diese Vögel oft sehr gut, aber es sind eben keine reinrassige Vögel und zur weiteren Zucht sollen sie nicht verwendet werden.

Am besten sollte sich der Käufer die Einfuhr-CITES der Eltern vorlegen lassen, oder einen DNA Nachweis,dann schaut die Sache für gewöhnlich schon etwas anders aus....

Langfristig fällt der Falknerei dieses weiterkreuzen in der Zucht auf dem Kopf. Es sind dann nur noch 'gemixte' Adler, oft sogar mit Folgeschäden.

AlpensteinadlerTürkischer Steinadler

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier zum Vergleich ein Alpensteinadler ( hat meistens ein bisschen mehr Goldfarbe am Hals, auch einen angedeutet hellen Flügelbug und fahle Deckfeder der Flügeloberseite) und ein Exemplar des türkischen Steinadlers (allgemein schwarzbraunes Gefieder mit nur angedeuteten helleren Farbtönen am Hinterkopf und Flügelbug. Supraorbitalknochen ist ganz befiedert).

 

 
Internationale Falknertagung Vivaro 2009
Freitag, den 06. Februar 2009 um 13:01 Uhr

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Mauro Baletti & Paulo Massarutto

Am 10. Jänner 2009 war es wieder einmal soweit. Die italienische Falknervereinigung lud zu ihrer Tagung nach Vivaro (PN) ein. Gerne folgten mein Mann Michael und ich dieser Einladung unserer Freunde Mauro Baletti und Paulo Massarutto.

Bei traumhaftem Wetter trafen sich rund 200 begeisterte Anhänger der Falknerei und Schaulustige  zu einem Falknerwettbewerb der Extraklasse. An die 40 Falkner aus Italien, Kroatien und Österreich nahmen mit Falken, Habichten, Harris Hawks und Hunden an dem Wettbewerb teil. Sie demonstrierten zum Teil sehr eindrucksvoll wie das Zusammenspiel von Falkner, Beizvogel und Hund funktionieren kann. Bei den Falken waren folgende Kriterien für die Punktevergabe ausschlaggebend: Die Zusammenarbeit mit dem Hund, eine angemessene Flughöhe,  der perfekte Jagdflug (möglichst in Tropfenform) und die gebeizte Beute.  Bei den Vögeln vom niederen Flug galten bei der Punktevergabe ebenso die Kriterien wie Hundearbeit ein möglichst weiter und spektakulärer Jagdflug sowie das gebeizte Wild.
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Gruppenbild der Teilnehmer
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Los geht's....

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bewerb dauerte fast den ganzen Tag und unter den Besuchern fanden sich auch der Präsident des Österreichischen Falknerbundes Harald Barsch der Funktionär Manfred Blaha, Hubert Hofer und Britta Güttersberger ein.

Vor einer Kulisse von schneebedeckten Bergen  bot sich ein Anblick von beeindruckenden  Jagdflügen. Die ganze Veranstaltung wurde sowohl am Samstag als auch am Sonntag von Kärntner Jagdhornbläsern umrahmt. Unter den Teilnehmern am Bewerb fanden sich drei österreichische Falkner wobei Raimund Weinhappl (STMK) und Michael Eder (ÖFB) Platzierungen unter den ersten 3 erreichten.

Da wir bereits wissen, dass in Italien der kulinarische Aspekt ein wichtiger Bestandteil einer solchen Veranstaltung ist waren wir und auch Hubert Hofer sehr gut vorbereitet und konnten Spezialitäten aus Kärnten und Tirol sowie ein kühles Bier aufwarten. An guten Italienischen Weinen mangelt es ja wirklich niemals.

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ÖFB Delegation

Die Siegerehrung fand am Abend in vornehmen Ambiente in der Villa „Cigolotti“   statt.  Bei einer typischen „Cena Italiana“ bestehend aus vielerlei heimischen Spezialitäten konnten wir uns mit zahlreichen Falknern austauschen und haben wieder einmal sehr viele interessante Persönlichkeiten aus Kroatien und Italien kennen gelernt.

Am Sonntag traf man sich um 9.30 zum Appell und danach ging es in Kleingruppen, abermals bei strahlend schönem Wetter, in die jeweiligen Reviere. Wir erlebten einen guten Fasanenbesatz und spektakuläre wenn auch nicht immer erfolgreiche Jagdflüge. Kurz vor unserer Abreise stand unser Pointer im Feld noch einmal brav vor. Den daraufhin hoch gemachten Fasanengockel konnte unser Anatum Wanderfalke in perfektem Stil binden. Nach diesem „Falkners Heil“ und einer darauf folgenden Stärkung im Feld sind wir somit alle mit einem „vollen Kropf“ glücklich nach Hause gefahren.
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... voller Kropf!
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Erfolg für Michael Eder

 
Weihnachtsjagd auf Schloss Rosenburg
Dienstag, den 16. Dezember 2008 um 09:38 Uhr

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von Dr. Harald Barsch

Ganz im Zeichen des Steinadlers stand die diesjährige Abschlussbeize auf der Rosenburg, zu der Monika und Josef Hiebeler geladen hatten.
Steinadler, Falken und Habichte mit ihren Falknern aus Belgien, Frankreich,Deutschland, Slovakei,  Tschechien, Kroatien und Österreich folgten der Einladung, um mit diesem eindrucksvollen Ereignis das Jagdjahr zu beschließen.
Beeindruckend deshalb, da 21 Steinadler in den Revieren Unterretzbach, Pernersdorf und Retz mit sehenswerten Jagdflügen eine Strecke von 42 Hasen zustande brachten, obwohl sich die allermeisten Hasen durch trickreiche Manöver in Sicherheit bringen konnten.
Besonders erfreulich  der Besuch unserer englischen Falknerfreunde Jim Chick, Alan Gates und David Horobin, mit denen wir organisatorische Vorarbeiten für das im Juli 2009 stattfindende Internationale Falknerfestival in England besprachen, da dem Österreichischen Falknerbund wieder eine besondere Rolle am Falknerfest zugedacht ist.43 Nationen haben bis jetzt ihr Kommen zugesagt.
Krönender Abschluss dieser Tage war die feierliche Streckenlegung im Schlosshof Rosenburg mit anschließender festlicher Tafel für 90 Falkner und Gäste im Marmorsaal, die von den Kremser Jagdhornbläsern musikalisch umrahmt wurde.
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Unseren  Gastgebern Josef und Monika Hiebeler und ihrem Team einen kräftigen Falknersdank, die mit viel Liebe, Stil und Können dieses wunderbare Falknerfest gestaltet haben!


Falknersdank dem Hausherrn Graf Hoyos, BJM Karl Wittmann, HRL Rudolf Schuch und JL Ernst Mandl für das Entgegenkommen, in ihren ausgezeichneten Revieren beizen zu dürfen.

 

 

 

Weitere Bilder der Rosenburger Weihnachtsjagd 2008 gibt's in der ÖFB Fotogallerie.

 
Falknertagung des ÖFB 2008
Dienstag, den 16. Dezember 2008 um 09:29 Uhr

Von Stefan Apfelthaler
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Zur Falknertagung des ÖFB lud dieses Jahr der kleine Ort Bockfliess im Weinviertel/ Niederösterreich mit seinem malerischen Schloss, das eine bedeutende Rolle in der Falknerei Österreichs gespielt hat. Denn genau an diesem Ort war einst einer der größten Falkenhöfe im 17. Jahrhundert.  Georg Herzog war hier  Falkenmeister, der mit seinen Falken und Habichten Rekordstrecken beizte, es gibt Berichte, daß er mit seinem Sakerfalken über 200 Hasen beizte. Im Salon des Schlosses, das sich im Besitz von Familie Goess befindet, hängen heute noch die Originalgemälde, die Georg Herzog anfertigen ließ.
Einen besonderen Falknersdank sagen wir der Familie Goess, die ihr stimmungsvolles Schloss mit Burggraben für die Eröffnung und Streckenlegung in grosszügiger Manier zur Verfügung gestellt haben.
Falknersdank an die Jagdleiter Böckl-GJ Bockfließ, Wittmann- GJ Obersdorf und Stiedl-GJ Billigsdorf, in deren bestens gepflegten Niederwildrevieren wir beizen durften.

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Falkenmeister Georg Herzog

Bei der Tagungseröffnung konnte Präsident Dr. Barsch zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Jagd begrüssen:
Landtagsabgeordneter Mag. Hackl in Vertretung von LH Dr. Pröll,Generalsekretär Dr. Lebersorger, BJM Ing. Klinghofer und BGM Stummer aus Bockfließ. Die Grussworte unserer Ehrengäste waren uns Anerkennung und Ermunterung zugleich, das jagdliche Kulturerbe Falknerei weiterhin zu pflegen und weidgerecht auszuüben.
In diesem Sinn erfolgte am zweiten Jagdtag eine Flugvorführung für die örtliche Bevölkerung, die grossen Anklang fand und damit zum besseren Verständnis für unsere Passion beitrug.
Obwohl an beiden Jagdtagen böige und sturmartige Winde vorherrschten,  konnte doch eine beachtliche Strecke von 48 Stück Wild, darunter vier Rehe vermeldet werden.
Auch diesmal konnten wir Gäste aus Deutschland, der Schweiz, Grossbritannien, Tschechei und der Slowakei begrüssen, weiters eine Delegation aus Kuweit mit Kamerateam, die eine Dokumentation über die Falknerei in Europa drehten.

 


Einen herzlichen Falknersdank an alle, die zum Gelingen der ÖFB Tagung mit grossem persönlichen Einsatz beigetragen haben.

Weitere schöne Bilder von der Falknertagung 2008 des ÖFB gibt's in der Fotogallerie!

 

 
Der Weißrückengeier droht auszusterben!
Montag, den 23. Juni 2008 um 18:38 Uhr

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Am Wegesrand: Ein Geier ist bereits tot.

von Mag. Christian Habich

Für viele Greifvogel-Liebhaber und Falkner hierzulande völlig unbemerkt, spielt sich seit einigen Jahren in Indien, Nepal und Pakistan ein Tragödie großen Ausmaßes ab. Der Bestand des Weißrückengei-
ers (Gyps bengalesis, G. tenuirostris, G. indicus eines nahen Verwandten des Gänsegeiers) ist in den letzten Jahren um mehr als 97 % (!) zurückgegangen – die Geier sterben dahin wie sprichwörtlichen
die Fliegen.
Hauptverursacher des Massensterbens ist das aus der Humanmedizin stammen des entzündungshemmende Mittel Diclofenac, das seit den 90er Jahren in Indien, Pakistan und Nepal auch in der Tiermedizin eingesetzt wird – vor allem bei Rindern, die an Fieber und Entzündungen aller Art erkranken. Rinder sind in diesen Ländern wichtige Arbeitstiere, gegessen wird Rindfleisch kaum. Verendennun Rinder, die mit Diclofenac behandelt wurden, werden ihre Kadaver von Geiern
entsorgt, die den für sie toxischen Wirkstoff aufnehmen. Die Tiere leiden in kürzester Zeit an       gichtähnlichen  Symptome und sterben schließlich an Nierenversagen.

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Weißrückengeier

Einige Naturschutzorganisationen (NABU, RSPB) unternehmen bereits Anstrengungen, die in Richtung Zucht und Auswilderung gehen. Wie Falkner wissen, sind Zuchtprojekte jedoch eine eher längerfristige
Geschichte.
Der bekannte englischer Falkner und leidenschaftliche Paragleiter Scott Mason, der in Pokhara, Nepal eine Greifvogelauffangstation betreibt, möchte nun einen Versuch starten, mit sogenannten „Geier-
Restaurants” um die lokale Population zu stabilisieren. Die Geier werden durch gezielte Fütterung immer an der gleichen Stelle mit gesunder, Diclofenac freier Nahrung versorgt – eine bewährte Methode
auch in Oberitalien (Mönchsgeier), wenn auch eher zu touristischen Zwecken.

Auf Initiative von Mag. Christian Habich hat sich der ÖFB entschlossen, einen Versuch zu starten, das Projekt von Scott Mason zu unterstützen. Als Falkner sind wir in erster Linie auch Greifvogelschützer
und hoffen in dieser Sache auch ganz stark auf die Unterstützung durch die IAF und den CIC.
Scott Mason benötigt für die Realisierung seines Projektes ein Jahresbudget von ca. $ 25.000.

ÖFB-Mitglieder bzw. auch Nichtmitglieder die sich persönlich mit einer (möglichst großen) Spende beteiligen möchten, bitten wir um ein kurzes Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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Auffangstation

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Gerettete Geier auf dem Weg in die Freiheit


 
ÖFB Wanderfalkenprojekt - Preisverleihung
Sonntag, den 09. Dezember 2007 um 12:20 Uhr
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Am vergangenen Freitag ( 16.11.07 ) war es soweit. Die Wochenzeitung RUNDSCHAU veranstaltete in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Linz die Verleihung des Wirtschaftspreises „Schrittmacher 07“.
Dabei wurden regionale Betriebe aus den Bezirken Linz-Stadt und Linz-Land mit innovativen Ideen geehrt. Das mit Jahresmitte gestartete Wanderfalkenauswilderungsprojekt (Österr. Falknerbund/Fixkraft) am Betriebsgelände in Enns zeigte in der Praxis schon nach kurzer Zeit Erfolge und beeindruckte die Jury.
Mit einer Nominierung für Platz zwei, in der Kategorie mehr als 50 Mitarbeiter Bezirk Lind-Land, wurde die umgesetzte Innovation gewürdigt und zeigt wiederum auf das ein solches Kooperationsprojekt durchaus eine breite Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Die beiden Projektleiter  Hr. Strittl / Hr. Mayr (beide Österr. Falknerbund) begleiteten Hr. Bauinger (GF Fixkraft), zur Preisverleihung. Bei einem delikaten Buffet fand die rundum top organisierte Veranstaltung ein Ausklingen.

FH
Werner Mayr
 
Pressespiegel ÖFB Wanderfalkenprojekt
Montag, den 10. September 2007 um 11:16 Uhr
Das Wanderfalkenauswilderungsprojekt der ÖFB Landesgruppe Oberösterreich war ein voller Erfolg. Wie bereits berichtet wurden mit Hilfe der Firma Fixkraft mehrere Wanderfalken ausgewildert, um der Taubenplage rund um das Fabriksgelände des Futtermittelherstellers Herr zu werden.

Dank der hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit der LG Oberösterreich unter der Leitung von Kurt Strittl war die Reaktion der Presse durchwegs positiv.
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Anbei ein kurzer Pressespiegel dieses  zukunftsweisenden Projektes.

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Bericht 'Volksblatt' Oberösterreich v. 5. Juli 2007


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Bericht 'Der Anblick' 9/2007

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Bericht 'Jagen heute' 9/2007


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Bericht 'Kronenzeitung' v. 5. Juli 2007

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Bericht 'Niederösterreichische Nachrichten' 28/2007


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Bericht 'Tips' 28/2007 v.  7. Juli 2007  -   Titelseite & Bericht

 
Steinadler schlägt Auerhahn
Montag, den 20. August 2007 um 01:00 Uhr
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(c) NRK NETT-TV

Was viele Falkner und Jäger wissen, aber bisher nur ganz wenige tatsächlich gesehen haben, wurde kürzlich zufällig gefilmt: Ein Steinadler (Wildvogel) schlägt vor laufender Kamera eines Naturfilmers gleich zwei (!) balzende Auerhähne gleichzeitig.

Die Filmsequenz ist auf der Webseite desnorwegischen TV Senders NRK NETT-TV zu sehen. Ein Klick auf das Bild leitet Interessierte direkt auf Seite.
 
Falco - Magazin der Middle East Falcon Research Group
Freitag, den 18. Mai 2007 um 14:44 Uhr
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Für Download Bild anklicken

Einigen Falknern sicherlich ein Begriff - vielen jedoch völlig unbekannt - widmet sich die Middle East Falcon Research Group hauptsächlich der nachhaltigen Verwendung von Falken und deren Beutewild für die Falknerei. Ein weiteres Ziel der MEFRG ist es, ein gemeinsames Austauschforum für Information zu bilden und gemeinsame Forschungsprogramme von Einzelpersonen, Forschungsorganisationen, Universitäten und Regierungen zu fördern.

Naturgemäß nimmt die Saker Forschung bei der MEFRG einen sehr hohen Stellenwert ein und ist hinsichtlich Ressourcen, Professionalität und Wissensstand weltweit führend.
In der neuesten Ausgabe des MEFRG Magazins ist auch die wachsende Sakerpopulation Österreichs erwähnt und es wird anhand interessanter Statistiken darauf hingewiesen, daß der derzeitige Bestand an Brutpaaren in Österreich der höchste seit Beginn der Aufzeichnungen ist.

Für alle Falkner, Biologen, Veterinäre und sonstige Interessierte gibt's hier alle 29 Ausgaben der sehr wissenschaftlich gehaltenen Publikation in electronischer Form (PDF) zum downloaden.


 
Einige Überlegungen zur artlichen Realität bei den Großfalken
Dienstag, den 02. Mai 2006 um 11:36 Uhr
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Photo courtesy of: The Peregrine Fund

Für Interessierte an Großfalken, Hybrid-Züchter und im besonderen für Gegner der Hybrid-Zucht eine sehr interessante Lektüre.
Auf insgesamt 60 sehr großzügig abgefassten A4 Seiten, die bewusst einige Wiederholungen beinhalten, um die Schlussfolgerungen verständlicher zu machen, geht der Verfasser zuerst auf die Einteilung der Großfalken in zwei Arten ein. Auf der einen Seite die Wanderfalkenrassen, die Verfolgungsjäger im freien Luftraum sind, und auf der anderen Seite die Hierofalken, die dem bodennahen Raum als Jagdgebiet angepasst sind.
Alle Angaben sind gestützt auf die Erkenntnisse aus der Greifvogelforschung namhaft gemachter Autoren. In weiterer Folge wird auf die Gefahr von Arthybriden und Rassehybriden für frei lebende Populationen der Großfalken, unter Einbeziehung von Jagdverhalten und Verhalten bei der Fortpflanzung, sehr ausführlich eingegangen. Wobei es hier meiner Meinung nach dem Verfasser sehr gut gelingt, seine Schlussfolgerungen aus der Gesamtheit der angeführten neuesten Erkenntnisse zu ziehen.


Verfasser:    OSTR Dipl. Ing.Werner Leichtfuß
                    Dohkaule 30
                    D-53721 Siegburg


 
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