Aktuell
ÖFB Falknertagung 2010

Praktische Falknerei
Was lange währt ... Der neue Marshall Micro 433Mhz Sender
Thursday, 04 March 2010 10:13

von Mag. Christian Habich

Größenvergleich mit Marshall Scout Sender
Es hat zwar ein klein wenig länger gedauert als ursprünglich geplant, aber die Wartezeit scheint sich wirklich gelohnt zu haben - der neue Micro-Sender von Marshall hat bei den ersten Praxistests wirklich gut abgeschnitten.

Angeblich war es selbst für den weltbesten Hersteller von Falkner-Telemetrieanlagen gar nicht so einfach, sein eigenes Pflichtenheft für diesen Sender zu erfüllen: Wollte man doch bei hoher Reichweite eine in der Falknerpraxis halbwegs vertretbare Batteriedauer realisieren, was bei der (Miniatur-) Größe des Senders schon ein wenig nach Quadratur des Kreises anmutet. Im Größenvergleich hat der Sender ca. 1/3 der Größe des bekannten Marshall Scout Modells, auf welches im letzten Jahr ein ganze Anzahl von ÖFB Mitgliedern umgestiegen sind. Die Antenne ist ca. 50% dünner und ca. 2cm länger im Vergleich zum Scout Sender. Der Sender ist komplett aus anodisiertem Aluminium gefertigt bzw. CNC-gefräßt und über die perfekte Verarbeitungsqualität muß man bei diesem Hersteller sowieso keine Worte verlieren.

Marshall hat für den Micro die 3 Volt Lithium CR1225 Batterie gewählt, welche das Gesamtgewicht des Senders mit eingelegter Batterie auf knapp unter 3 Gramm (!) bringt. Das Entwicklerteam hat sich für das bereits bewährte Batterie-Sparsystem - Marshall nennt es 'Apollo 13 Mode' - entschieden, um die Batteriedauer auf ein praxisgerechtes Maß auszudehnen. Bei diesem Modus der auch schon seit zwei Jahren beim Scout Sender erfolgreich angewendet wird, schaltet sich der Sender nach 24 Stunden Dauerbetrieb automatisch in eine Art 'Notmodus' und reduziert die Anzahl der Signale pro Minute um Batterie zu sparen - eine einfache, aber geniale Idee.
Micro Sender auf Merlin Terzel
Wie es möglich war, dieses System so zu miniaturisieren, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, daß der Micro Sender bei meinem ersten Dauertest ganze 5 Tage und 7 Stunden im Dauerbetrieb (bei 15 Grad Celsius) durchgehalten hat! Ein zumindest für mich beeindruckender Wert. Weiters verfügt der Sender über den bewährten Magnetschalter, sodaß man den Sender auch für einige Tage am Vogel lassen kann ohne ihn ständig ab- und anzumontieren.

Der Reichweitentest in den Kärntner Bergen war (für mich) sehr beeindruckend. Der Micro Sender hat in Verbindung mit dem Marshall 433Mhz Empfänger im hügeligen Gelände fast die gleiche Reichweite wie der Scout Sender (vielleicht 5% weniger) - ein Wert der in Anbetracht seiner Mini-Größe fast schon fast unwahrscheinlich scheint!

Als Montagemethode empfiehlt Marshall die Staartmontage oder (noch besser) die Rückenmontage.

Natürlich gibt es noch keine Langzeiterfahrung mit dem Sender, aber man kann zusammenfassend sicher sagen, daß Marshall mit diesem Sender ein großer Wurf gelungen ist, auf den alle Sperber und Merlin Piloten schon lange gewartet haben. Aber nicht nur für Besitzer von Kleinfalken und Sperber wird dieser Sender interessant sein, sondern auch für alle Falkner die dem nordamerikanischen Vorbild folgen wollen und ihre Vögel mit zwei Sendern (kombinierte Rücken- & Staartmontage) fliegen wollen.

 

Gerfalke mit Scout (Rückenmontage) & Micro (Staart)

Weitere Informationen gibt's direkt bei Marshall. Vorausgesetzt, daß bei den anderen weltweiten Praxistestern keine unvorhergesehenen Probleme auftauchen, wird der Sender in den nächsten 4-6 Wochen in Produktion gehen und rechtzeitig für die neue Saison verfügbar sein. Angeblich gibt's demnächst auch eine neue Webseite, die (endlich) auch in deutscher Version angeboten wird, was die Online-Bestellung für nicht-englischsprechende Falkner entsprechend erleichtern wird.

 

 
Sage Grouse Beize im amerikanischen Westen
Saturday, 19 December 2009 10:23

von Robert Bagley (Übersetzung Mag. Christian Habich)

Der größte Vogel der amerikanischen Grouse-Familie wurde erstmals in den 70er Jahren aktiv mit Falken gebeizt. Seit dieser Zeit haben die Erfahrungen der Falkner viel zum Verständnis über die Lebensgewohnheiten und die Verhaltensmuster über dieses außergewöhnliche Beutewild gesammelt und beigetragen. Eine steigende Anzahl von Falknern zieht die Beize auf Sage Grouse jedem anderen falknerischen Beutewild vor und erkennt die Sage Grouse auch als eine der größten Herausforderungen der Beizjagd an. Sage Grouse leben in den weiten offenen und menschenleeren Gebieten des amerikanischen Kontinents. Sie laufen so gut wie niemals aus und halten einen Point, um dann plötzlich und unerwartet mit Höchstgeschwindigkeit aufzusteigen. Wenn sie fliegen, fliegen sie nicht in Richtung nächste Deckung sondern gleich in Richtung Horizont, ohne wieder irgendwo einzufallen. Im September werden sie von unseren Falknern noch als relativ leichte Beute für junge Falken angesehen, was sich aber bis zum November radikal verändert, da Sage Grouse bis zu diesem Zeitpunkt einen bemerkenswerten physischen und athletischen Wandel hinlegen, um sich auf den Schnee und den tiefen harten Winter vorzubereiten. Im Winter ist es selbst für die allerbesten und erfahrensten Falken so gut wie unmöglich, eine gesunde Sage Grouse zur Strecke zu bringen. Von den Fähigkeiten als Beutewild sind also Oktober und November die idealen Monate für die Sage Grouse Beize in den Weiten des amerikanischen Westens.

Nachfolgend ein paar Eindrücke und Kommentare von der letzten Beizjagd mit Freunden und dem bekannten Grouse Beizjäger Steve Chindgren. Steve hat mehr Sage Grouse gefunden, hochgemacht und fotografiert als jeder zur Zeite lebende Falkner oder Wildbiologe. Er studiert die Überwinterungsgebiete und kehrt im Frühjahr zurück um ihre Balzrituale zu dokumentieren. Von September bis Februar beizt er auf Sage Grouse mit einem Team von Falken.

Steve's Jagdhaus, auch bekannt als das 'House of Grouse' befindet sich in Wyoming. Dorthin pilgern Freunde und Falkner aus der ganzen Welt, um die beeindruckende Sage Grouse Beize zu verfolgen, die dort seit über 20 Jahren geboten wird. Das Gebiet in Zentral-Wyoming hat die größte Sage Grouse Population des Westens und zeichnet sich durch weite offene Flächen von sg. 'öffentlichen Land' aus, welches noch nicht von irgendwelchen Ölfirmen erschlossen wurde.

Letztes Jahr war Steve  während der Beizzeit etwas durch eine Sportverletzung und mußte für 8-10 eine Beinmanschette tragen - wer's glaubt...

Während diesen Wochen blieben wir bei ihm im 'House of Grouse' und haben ein bißchen über unsere Beobachtungen Buch geführt und wollen diese Erfahrungen gerne mit unseren österreichischen Freunden teilen:

Steve: "Durch meine Verletzung habe ich gelernt, daß einen Point anzugehen besser ist, als zu rennen - man sieht einfach mehr was passiert ..."

Hier ist 'Jomo' in seiner 21. Beizsaison (!!) - noch immer ein erfolgreicher Grouse-Falke. Steve hat bis vor kurzem noch die Fußmontage verwendet und behauptet, daß der RT+ Sender für die sehr hart anschlagenden Falken die beste Wahl ist.

Steve: "Wenn du Deinen Vogel dazu ermuntern willst, schneller loszufliegen, halte ihn einfach knapper über dem Boden. Wenn man einen Falken knapp am Boden hält, will er einfach eher losfliegen. Ein Vogel der hochgehalten wird, ist einfach entspannter und beobachted die Gegend mehr."

Steve: "'Bum. Das war's'. so fliegt ein großes Ger-Weib eine Grouse, um dann in einen langen horizontalen Verfolgungsflug überzugehen. Meiner Meinung nach zählt ein 5 Kilometer Verfolgungsflug, der auf einer erlegten Grouse endet, nicht als erfolgreicher Beizflug. Deshalb bevorzuge ich Hybrid-Terzel - diese müssen einfach lernen, die Grouse im Steilstoß zu erlegen."


Steve: "Man findet Grouse fast nie im hohen Bewuchs. Sie bevorzugen niederen Bewuchs, wo sie beim stehen darüber hinwegsehen können.  Hohen Bewuchs verwenden Sage Grouse für zwei Dinge: als Schattenspender vor der Sonne und Deckung für Raubzeug."

Ein Abendessen von Männern - für Männer: Fleisch und Karfoffel. Steve kocht aber auch Reis, Salat und sonstige 'zivilisierte' Beilagen. Natürlich ist alles nur Beilage für die gebeizte Grouse des Tages!
Steve: "Für die Sage Grouse Beize ist ein guter, verläßlicher Hund mindestens genauso wichtig wie ein fähiger Falke. Manchmal haben wir Besucher, die in einer Woche keine einzige Grouse sehen ... 'Tucker' findet die Grouse in 10min!"


Steve: "Zuviele Fehlflüge bei denen der Falke mit dem Federspiel eingezogen werden muß, sind schlecht. Es macht den Falken faul. Die besten Falken werden immer von der Beute aufgenommen."

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Marshall Telemetrie - ÖFB Sonderaktion
Wednesday, 15 July 2009 07:17


Der ÖFB hat mit dem führenden Telemetrie Hersteller Marshall Radio eine auf 60 Tage limitierte Sonderaktion vereinbart. Diese Aktion gilt nur für ÖFB Mitglieder und startet am 11. Juli 2009.

Im Rahmen dieser Aktion können ÖFB Mitglieder den neuen Digital Fieldmarshall 433Mhz - 100 Kanal Version inklusive einem Scout Turbo Sender als Gesamtpaket zum einmaligen Sonderpreis von 750,- EUR erwerben. 

Bestellvorgang:

Die Bestellung bzw. Bezahlung kann nicht vom ÖFB abgewickelt werden, sondern muß direkt über die Marshall Radio Webseite erfolgen. Dort erfolgt die Online Bestellung und Bezahlung per Kreditkarte. Nach erfolgter Überprüfung auf der ÖFB Mitgliederliste (eingezahlter Mitgliedsbeitrag ist Voraussetzung) wird der Differenzbetrag zum o.g. Angebot wieder auf der Kreditkarte gutgeschrieben. Jegliche Bestellungen die nach der o.g. 60 Tage Angebotsfrist eingehen, werden ausnahmslos zum Normalpreis verrechnet.

Rückfragen bitten wir direkt an folgende Adresse zu richten:

Mr. Stephen Lea
29 Landside
Pennington, Leigh Lancashire WN7 3JT
United Kingdom
Tel: +44 1942 607 163
Email: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

 

Die ersten 11 ÖFB Mitglieder konnten ihr Aktionspaket übrigens bereits beim Falconry Festival 2009 in Reading/UK persönlich in Empfang nehmen...

 

 

 
Neues Gerfalken Tagebuch von Falkner & Naturfotograph Mark Williams
Thursday, 25 June 2009 18:22


Auf unsere Anfrage hin, hat sich der ÖFB Freund, bekannte Falkner & Naturfotograph und NAFA Canada Director Mark Willams aus Calgary bereit erklärt, das Bildertagebuch über seinen neuen Gerfalken Terzel mit den österreichischen Falknern zu teilen.

In den nächsten Wochen und Monaten haben wir das Privileg, den Prägungsprozess und den Werdegang seines Gerfalken-Terzels zum Anwarterfalken mitzuverfolgen. Mark legt großen Wert auf die Feststellung, daß er  hier keinesfalls als Lehrmeister gesehen oder dergleichen verstanden werden will, sondern vielmehr als einfacher Falkner, der seine Erfahrungen mit diesem Beizvogel gerne mit seinen österreichischen Freunden teilt.

Der ÖFB bedankt sich an dieser Stelle bereits jetzt schon für diesen wunderbaren Beitrag zu unserer Homepage.

Das Tagebuch finden Sie unter dem Menüpunkt 'International - Mark's Ger-Tagebuch' oder ganz einfach durch Klick auf dieses Bild.

*******   Teil 4  ist online ...  *******

 
Endlich! Digitaler Telemetrie Empfänger von Marshall in 433mhz
Wednesday, 20 May 2009 19:06

Der neue Digital Field Marshall
Nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit hatte das Paradeunternehmen in Sachen Telemetrie, die US amerikanische Firma Marshall Radio, ihren neuen digitalen Telemetrie Empfänger 2007 fertiggestellt. Bereits die Tests der Prototypen während der Entwicklungsphase durch amerikanische Falkner waren äußerst vielversprechend. Das fertige Produkt mit seiner modernen Technik, Leistung, Verläßlichkeit und Ergonomie wurde letztes Jahr als Meilenstein in der Telemetrie vielfach (auch von bekannt kritischen Falknern) bewundert. Mittlerweile ist das amerikanische Modell ein Verkaufsschlager geworden.

Der ÖFB pflegt seit einigen Jahren eine freundschaftliche Verbindung zur Marshall Firmenleitung und hat bereits in der Entwicklungsphase des amerikanischen Modells immer wieder darauf hingewiesen, daß in Europa 432, 433, 434 und 435Mhz  Sender verwendet werden und "ob es denn nicht möglich wäre eine 'europäisierte Version' des amerikanischen Modells zu bauen". Nach fast 16 monatiger Wartezeit ist es nun soweit und der Marshall 'Europa-Empfänger' ist erhältlich.

Die ersten Tests im Oberkärntner Nockgebiet haben ganz klare Vorteile gegenüber allen anderen Telemetrie Empfänger und Systeme gezeigt: Die Reichweite und Direktionalität des neuen digitalen Marshall Empfängers ist wirklich außergwöhnlich. Trotz Berge in der direkten Sichtlinie zwischen Empfänger und Sender, konnten letztere sogar noch aus über 10km lokalisiert werden. Bei relativ freier Sicht sind 50-80km Reichweite kein Problem (Tests in den weiten Ebenen von Utah haben bis zu 140km Reichweite ergeben). Eine Eigenschaft die uns ganz besonder beeindruckt hat, war die wirklich exzellente Filterung von Störfrequenzen (Eisenbahn Oberleitungen, Handymasten, Funkzentralen der Bergwacht etc.). In dieser Disziplin scheint Marshall am meisten Know How investiert zu haben.


Starke Leistung, handlich & ausgereiftGrößenvergleich ohne Handgriff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie die Bilder zeigen, ist das Gerät in Sachen Handhabung und Ergonomie ebenfalls überlegen, besonders die automatisch ausklappende Yagi Antenne, die den Empfänger in Sekunden einsatzbereit macht, hat schon fast 'Cool-Factor'...

Das neue Gerät wird offiziell beim Internationalen Falknerfestival vorgestellt und ist bereits bestellbar. Für ÖFB Mitglieder wird es (ähnlich wie bereits bei einem anderen Hersteller) wieder ein spezielles Vereinsangebot in Verbindung mit einem Marshall Sender (Kanal nachträglich änderbar, Anzahl der Signale pro Minute individuell wählbar, bis zu 40 Tage Batteriedauer) geben.

Nachtrag: Der Setpreis für den 'Digital Field Marshal' Empfänger (100 Kanal Version) +  'Scout Turbo' Sender wird bei 845,- EUR liegen. Der Empfänger (100 Kanal Version) ohne Sender wird 660,- EUR kosten. Informationen zum ÖFB Spezial Paket-Preis für Mitglieder gibt's hier.

 

Weitere Hintergrundinformationen zur neuen Marshall Telemetrie können Sie auch dem nachfolgenden Interview mit Entwicklungschef Dave Marshall entnehmen:

Interview mit Dave Marshall

Interviewer: “Erzählen Sie uns etwas über diesen komplett neuen Marshall-Empfänger und was Sie erreichen wollten.”
Dave Marshall beim Interview
DLM: “Wir haben dieses Projekt gestartet um den alten Field Marshall zu ersetzen, durch ein Modell mit einer viel breiteren Frequenzwahl.  Als nun die Dinge ihren Lauf nahmen haben wir immer neue Möglichkeiten gefunden, „warum ändern wir nicht dies, warum fügen wir das nicht hinzu?” Auf einmal verbrachten wir eine Menge Zeit damit und rasch wurden wir sehr wählerisch was wir verändern wollten. Wir dachten: das wird ein komplett neuer Empfänger und er muss wirklich gut werden. Wir hatten Glück in einigen Dingen.  Was Sie im 2009 Field Marshall bekommen ist brandneue Technologie, Stand der Technik 2009 und wenn ich sagen darf; ein kleines Bisschen Präzision in der Ingenieursarbeit. Wie sich herausstellte war die größte Herausforderung die Filterung an diesem Empfänger zu verbessern um es soviel besser im Empfang eines schwachen Signals, soviel sensibler und soviel freier von Hintergrundgeräuschen zu machen die ihr Signal überschatten. Das waren Durchbrüche.“

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Ein Meister-Sperberfalkner gibt Einblick in Zucht, Abtragen, Jagd - Teil II
Wednesday, 04 March 2009 17:19

Gewöhnung an den Morgenstau ...von Nigel King, UK (Übersetzung. Christian Habich)

Anmerkung: Den ersten Teil dieses Artikels finden Sie hier.

Ich hoffe, daß der erste Teil meines Artikels den österreichischen Falknern gefallen hat und der nächste Teil bereits 'erwartet' wird.

Normalerweise ziehe ich meine Sperber die ersten 8-10 Tage von Hand auf, dann erwarte ich, daß die Falkner die Vögel bereits abholen. Ich belasse immer ein Sperberjunges (meist einen Sprinz) im Nest damit es von den Eltern aufgezogen wird. Damit habe ich ein weit besseres 'Gewissen', als ihnen alle Jungvögel wegzunehmen und sie quasi ganz ohne 'Aufgabe' zu lassen.
Normalerweise stelle ich Falknern keine elternaufgezogenen Sperber zur Verfügung, da ich dies für zu aufwendig und problematisch erachte - Gefiederschäden sind dabei fast immer vorprogrammiert.

Da ich die Jungen praktisch vom ersten Tag an mit der Hand aufziehe, sind diese sofort überaus zahm und fühlen sich wohl. Wer noch nie einen Vogel von Hand aufgezogen hat, wird die erste Handaufzucht als großartige Erfahrung schätzen. Der enge Kontakt mit dem Vogel ist überaus wichtig und garantiert eine gute Beziehung mit dem Vogel. Vom 8.Tag an versuche ich den Vogel nicht mehr mit der Hand anzufassen, sondern nur mehr mit einen Stück Karton vorsichtig aufzuheben. Der Grund dafür ist, daß Accipiter ihre Beute mit den Fängen töten und ich im Laufe der vielen Jahre immer mehr daran glaube, daß die Jungvögel das unsachgemäße Aufnehmen mit der Hand instinktiv als Beutegreifen ansehen, davon eine Art kleinen Schock davontragen und die Annäherung des Falkners dann nicht mehr positiv sehen bzw. sogar vor ihm zurückweichen. Dieses Zurückweichen ist dann ganz besonders für die sich entwickelnden Staartpennen sehr schlecht.

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Ein Meister-Sperberfalkner gibt Einblick in Zucht, Abtragen, Jagd - Teil I
Sunday, 08 February 2009 18:40

von Nigel King, UK (Übersetzung. Christian Habich)

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Ein Sperber, eine Woche, 30 Elstern ...

Vor einiger Zeit hat mich mein guter Freund Christian Habich gebeten, doch einmal einen Artikel über Zucht und Abtragen von Sperbern zu schreiben.

Ich züchte und beize jetzt seit über 27 Jahren mit Sperbern und habe bereits im zarten Alter von 12 Jahren meinen ersten Sperber abgetragen. In der 'guten alten Zeit' war es bei uns in England für einen Jungen nicht ungewöhnlich, in der Natur eine Sammlung von Vogeleiern zu haben und  bei mir war es auch nicht anders. Ich war begeistert über mein erstes Sperberküken, nachdem ich dessen Nest anfänglich für das eines Eichelhähers gehalten hatte.

Schon zwei Jahre später begann ich, anfangs nur mässigem Erfolg, Sperber zu züchten. Mittlerweile glaube ich,  endlich das richtige 'Rezept' für die Sperberzucht gefunden zu haben  und die Ergebnisse in den letzten Jahren waren wirklich außerordentlich gut. In dieser Zeit habe ich viele Artikel von anderen Falknern gelesen, unter anderem die in Mavrogordato's berühmten Buch "Hawk for the Bush" erwähnte 'Tageslicht Abschirmung'.

Ich möchte meine folgenden Ausführungen in die Abschnitte Zucht mit Aufzucht und Ausbildung für die Beizjagd gliedern.

Das größte Problem bei der Zucht, an dem viele Zuchtversuche scheitern ist, daß der Sprinz vom Sperberweib getötet wird. Meiner langjährigen Erfahrung nach, passiert dies meist in den Monaten April und Oktober. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, warum dies gerade im Oktober passiert, aber ich habe das Gefühl, daß es sich hier wahrscheinlich bei manchen Sperbern um eine Art 'Herbst-Balz' handelt.

 

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Neue innovative Yagi Antenne
Saturday, 07 February 2009 12:03

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Die neue Yagi Antenne

Auf Anregung eines ÖFB Mitgliedes hat der bekannte englische Telemetrie Hersteller Falcon Telemetrics eine neue Yagi-Antenne speziell für das 433Mhz Frequenzband entwickelt.
Die ursprüngliche Idee war, die Elemente flexibel zu gestalten, ohne jedoch irgendwelche aufwendige Faltmechanismen einzubauen. Angedacht war eine Lösung aus Federstahl - ähnlich eines Rollmaßbandes - die jedoch nach einigen Prototypen Elementen aus sogenannten Memory-Stahl weichen mußte.
Das Resultat ist eine extrem handliche Yagi Antenne, die man ohne viel nachzudenken einfach z.B. in die Falknertasche 'wurschteln' kann. Sobald man sie wieder herauszieht, schnellen die Element wieder in ihre ursprüngliche Form.

Die Vorserienmodelle meisterten den harten 3 monatigen Test in den traditionellen Revieren von Mavrogordato & Co - den Salisbury Plains - mit Bravour. Eigene Tests in Österreich ergaben eine hervorragende Direktionalität der Antenne, die sogar jene der 4-Elemente Yagi des gleichen Herstellers leicht übertraf.

Bei Interesse bitte direkt den Hersteller www.falcontelemetrics.co.uk (Mr. Jim Chick) kontaktieren.

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Memory Effekt
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Memory Effekt
 



 
Die große Fuchsjagd in der Ostslowakei
Tuesday, 28 October 2008 13:10

von FM Josef Hiebeler

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Lubor Engler & Josef Hiebeler
Vor ca. 17 Jahren hatten ein paar Enthusiasten, allen voran die Berufsfalkner Jaro Kanat und Anton Moravcik, die Idee, eine spezielle Fuchs- und Rehjagd zu veranstalten. Am Anfang waren es nur ein paar
Adlerleute, wobei der Hauptanteil der Jagdadler von den Rosenburger (NÖ) Berufsfalknern kam. Die Jagden fanden in der Gegend um Rimaska-Svoboda statt.

Bei der ersten Jagd, wo großzügig angestellt wurde, war auch Jürgen Färber mit seinem Jungadler dabei. Man stellte mit Lubor Engler und Josef hiebeler vor der Burg Spisky hrad etwa fünf Vögeln einen langen Schilfstreifen ab, den die Treiber durchstrichen. Jürgen und meine Wenigkeit hatten das Glück, oder auch das richtige Gespür, sich an dem idealen Platz aufzustellen, wo gleichzeitig auf meiner Seite ein Reh und
bei Jürgen ein Fuchs kam. Die Flüge waren gigantisch, das Reh flüchtete 300 Meter ins freie Feld, wo es vom Steinadler Astur perfekt geschlagen wurde. Der Fuchs wurde von Jürgens Jungadler geschlagen (es war der erste Fuchs des jungen Adlers). Am nächsten Tag wurde dann von meinem Steinadler Astur noch ein weiteres Reh geschlagen.

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Ärger und Freuden mit dem Habicht
Thursday, 19 June 2008 11:14

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von  Walter Sprecher

Da ich es in den letzten fünf Jahren nicht geschafft habe einen Wanderfalken auf Krähen einzufliegen, wollte ich es mit einem Habicht versuchen. Nicht, weil ich keine Zeit hatte, sondern weil ich es einfach nicht fertiggebracht habe ein Wanderfalkenweib einzujagen, das regelmässig Krähen fängt. Manchmal wusste ich nicht mehr sicher, ob ich für die Beizjagd tauglich bin. Aber wenn ich etwas anfange, mache ich keine halben Sachen. Ich gebe also nicht auf. Ich hatte ja zwischendurch auch kleine Erfolge.
Jemand hat einmal gesagt: „Die Falknerei ist eine Kunst, darum kann es nicht jeder!“

Ich bekam also im Sommer 2007 einen Habichtsterzel von Ulf Voss aus Norddeutschland. Es war ein Habicht der Nominatform. Also: Accipiter gentilis gentilis. Diese Vögel sind ziemlich gross und sehr angenehm und ruhig im Wesen. Wie es skandinavische Habichte eben sind. Der Terzel wog etwa 800g als ich ihn bekam. Es war ein schlanker, langer Vogel mit einem sehr langen Start!
Ich hatte eine Riesenfreude an ihm. Endlich einmal richtig beizen! Leider hielt diese Freude nicht lange an. Der schöne Habichtsterzel ist mir nach kurzer Zeit völlig unerwartet an Trichomonaden eingegangen! Ich hatte ihn schon 5 mal frei geflogen! Und am sechsten Abend hatte er plötzlich keine Kraft mehr. Am nächsten Morgen war er tot! Leider hat man überhaupt nichts gemerkt sonst hätte ich etwas dagegen tun können.
Nun war es aber wieder nichts! Wieder ein Winter ohne Beize! Solche und andere Gedanken, die ich aber lieber nicht veröffentliche, gingen mir durch den Kopf.

Doch dann bekam ich die Möglichkeit einen weiblichen Habicht von Christian Schmid für diese Saison zu fliegen. Der Habicht ist im zweiten Flug. Im ersten Jahr wurden zwei Hasen gebeizt, und sonst nur freie Folge und Appellflüge gemacht. Der Habicht wurde aber sehr gut abgetragen. Doch der Erfolg begann noch nicht hier!
Dieses grosse Habichtsweib wurde auch von Ulf Voss gezüchtet, also auch finnischen oder einfach nordischen Ursprungs. Gewaltige Hände, einen so langen Start wie ich ihn noch nie bei einem Habicht gesehen habe und ganz schön gross! Das waren meine ersten Eindrücke von ihr. Sie wog 1050g. War also schon stark vom Gewicht genommen.
Mit diesem Riesenvogel fängst du keine Krähen! So die Aussage eines Krähenfalkners. Naja, ich wusste ja selber nicht, ob dieser grosse Habicht Krähen fängt. Aber ich habe Zeit um es herauszufinden. Es ist mein erstes Habichtsweib.
Als ich sie ganz am Anfang auf der Faust hatte, ging mir immer wieder der Name Wilma durch den Kopf. Und dabei sollte es auch bleiben.
Wilma war vom ersten Tag an sehr locke. Um sie aber ein bisschen fit zu machen und an mich zu gewöhnen, habe ich sie senkrecht vom Sprenkel zur Faust springen lassen. Am dritten Tag machte sie schon 60-70 Sprünge. Der Stoffwechsel war auch angeregt. Nach zwei weiteren Tagen Atzen am Federspiel, fuhr ich mit ihr am 27.September 2007 ins Feld. Haube weg! Ein paar Sekunden guckte Wilma um sich. Doch dann startete sie miDa ich es in den letzten fünf Jahren nicht geschafft habe einen Wanderfalken auf Krähen einzufliegen, wollte ich es mit einem Habicht versuchen. Nicht, weil ich keine Zeit hatte, sondern weil ich es einfach nicht fertiggebracht habe ein Wanderfalkenweib einzujagen, das regelmässig Krähen fängt. Manchmal wusste ich nicht mehr sicher, ob ich für die Beizjagd tauglich bin. Aber wenn ich etwas anfange, mache ich keine halben Sachen. Ich gebe also nicht auf. Ich hatte ja zwischendurch auch kleine Erfolge.
Jemand hat einmal gesagt: „Die Falknerei ist eine Kunst, darum kann es nicht jeder!“


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Das erste Jahr eines Wanderfalken, der auf Krähen eingesetzt wurde
Thursday, 13 March 2008 11:56

von Kurt Fessler
1. Falknermeister des ÖFB


Im Frühjahr ist für einige Falkner Neuorientierung und so mancher setzt sich mit dem Gedanken auseinander, sich einen Krähenfalken aufzustellen. Es gibt Vor- und Nachteile, die nach den eigenen Möglichkeiten abzuwägen sind. Ich spreche hier von der Krähenjagd mit einem Falken. Fünf grundlegende Elemente sind für diese Art der Falknerei erforderlich:

·1 Genügend Krähen
·2 Offenes Gelände  mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen
·3 Mehrere Reviere, die mit dem Falken bejagt werden können
·4 Drei Jagdeinsätze in der Woche, auch im Winter
·5 Einen Falken mit Herz, der die Krähen auch liebt

Der Falkner oder die Falknerin, die diese Kriterien erfüllen kann, wird mit der Krähenjagd Flüge erleben, die den Falken fordern und Strecken, die fast keine andere Beizjagd hervorbringt. Durch regelmäßige Erfolge werden die Falken derart motiviert, dass sie in höchster Kondition geflogen werden können. Das Flugvermögen von Krähenfalken die 4-6 Monate auf den Schwingen sind, ist enorm, wenn sie in dieser Zeitspanne zwischen 50- 100 Krähen fangen.

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Tagebuch eines Krähenfalkners - Teil 2
Wednesday, 23 January 2008 15:30
Am 10.12 war wieder ein Stehtag.
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Am 11.12 warf ich meinen Falken auf einen kleinen Schwarm Krähen. Hally barry griff sofort an und machte einige Stöße auf eine einzelne Krähe, die sich aber in eine Deckung retten konnte. Die anderen Krähen sammelten sich inzwischen in einer kleinen Baumgruppe. Mein Falke erblickte dies und jagte sofort dorthin und begann anzuwarten. Ich eilte mit meinen Auto ebenfalls dorthin, was ohne Allrad bei diesen weichen Feldwegen nicht möglich gewesen wäre. Als ich ausstieg, um die Krähen herauszuscheuchen, sah ich meinen Falken schon nach einer stoßen.
Diese versuchte sich bei einen Bauernhof im Stall zu verstecken. Ich wusste nicht, dass dies ein Biohof für Hühnereier war. Als ich meinen Falken nicht mehr sah, fuhr ich dorthin. Es hatte sich das ereignet was ich befürchtete. Mein Falke war im Stall, der Bauer vor dem Stall. Ich eilte zu ihm, um ihn zu fragen, ob er meinen Falken gesehen hätte. Der sagte nur, es muss etwas im Stall sein (wahrscheinlich ein Fuchs). Ich bat ihn, nachzusehen, ob nicht doch mein Falke drinnen sei. Nach kurzer Zeit kam er heraus und sagte, dass ein Vogel drinnen sitze. Ich ging hinein und sah Hally barry auf einem Vorsprung einer Wand sitzen. In diesem Stall befanden ca. 2000 Hühner. Man kann sich vorstellen, was das für ein Tubel war. Mein Falke hatte weder ein Huhn noch die Krähe gefangen, sondern war ganz verdutz und erschrocken. Er reagierte bei diesen schlechten Lichtverhältnissen auch nicht auf die Faust oder das Federspiel, sondern flog einige Runden in diesem Stall, was das Hühnervolk noch mehr erschreckte.


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'Lisi' der Leihhabicht
Saturday, 29 December 2007 16:45
Nachdem ich meinen eigenen jungen weißen Habicht dieses Jahr, nach der Tagung des österreichischen Falknerbundes, verloren habe – er ist eine Woche danach an Aspergillose verstorben – war ich wie sich wohl jeder Falkner denken kann total niedergeschlagen und wollte die Falknerei eigentlich aufgeben. War dies ja nicht das einzige Unglück für mich in diesem Jahr.
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Lisi auf 'ihrer' Krähe

Im Frühjahr hatte ein Marder mein dreijähriges Finnenweib samt Ei aus der Voliere geholt und obwohl ich weder Federn noch Kampfspuren entdecken konnte hab ich nie wieder etwas von dem Vogel gehört oder gesehen.
In dieser tiefsten Falknerdepression bot mir nun ein Falknerkollege und Freund seinen auf Krähen abgetragenen Habicht an und meinte: „Wende willsch kannst den Vogel eine Zeit lang haben und die Krähenjagd versuchen, der Vogel hat zwar seit über einem Jahr keine Krähe mehr gefangen aber probiers einfach.“
Gesagt getan. Mitte November überlies mir besagter Kollege den Vogel und nach einer einwöchigen Gewöhnungsphase ging es dann das erste Mal auf Jagd, Gewicht 880 g.
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Tagebuch eines Krähenfalkners - Teil 1
Thursday, 13 December 2007 10:31
von FM Florian Zlimnig
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Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich meinen Wanderfalken namens Hally barry Ende Juni aus der Voliere genommen habe und sie in Kondition gebracht habe.


In weiterer Folge flog ich sie bis 25. August 2007 und beizte mit ihr 25 Stück Krähen, stellte sie dann aufgrund von zu viel Deckung und schlechter Chancen wieder in die Voliere und ließ sie durchmausern. Dieser Falke wurde im Jahr 2002 geboren und hat in seiner Laufbahn ca. 200 Stück Krähen und an die 50 Fasane und Rebhühner gefangen, da er die ersten zwei Jahre auch als Anwarterfalke geflogen wurde.

Am 10. November 2007 nahm ich sie neuerlich aus der Voliere, legte das Geschüh an, verkappte und wog sie. Ich staunte nicht schlecht, als sie 1250g auf die Waage brachte. Nun hieß es, diesen Falken in Kondition zu bringen.



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Neuer Haubentyp für Falken und Habichte
Saturday, 31 March 2007 17:43
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... perfekte Paßform

Der bekannte Haubenmacher Griff Morgan-Jones hat wieder mal in die sprichwörtliche 'Trickkiste' gegriffen: Eine holländische Stockhaube auf Basis und Paßform des bekannten 'Slijper' Haubendesigns. Er nennt das Resultat COBRA.

Wie man deutlich am Bild sehen kann, ist die Slijper Form fast perfekt gelungen - nur eben mit abgerundeten Kanten. Eine weitere Neuigkeit ist die Art und Weise der Stock bzw. Blockherstellung. Griff läßt diese nach intensiver Forschungs- und Modellierarbeit mittels CAD digitalisieren und von Computer gesteuerten CNC Fräsmaschinen quasi perfekt 'kopieren'. Er erhält damit die Möglichkeit praktisch 'stufenlose' Anpassungen an den jeweiligen Greifvogeltyp - vom Merlin bis zu Gerfalken - nach folgenden Kriterien fertigen zu können:

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Computermodell

  • Maximale Augenfreiheit
  • Ergonomische Paßform
  • Perfekte Paßform im Schnabelbereich
  • Leichtes Verhauben

Die Hauben sehen vielversprechend aus und ich kann kaum erwarten diese in der kommenden Jagdsaison dem 'Ernstfall-Test' zu unterziehen...

Weiter Informationen gibt's übrigens auf http://www.m-jhoods.co.uk/

Christian Habich



 
Neue Telemetrie Sender & Yagi aus UK
Sunday, 18 March 2007 16:29
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Ultrakompakt - das Komplettsystem

Die englische Firma Falcon Telemetrics produziert und handelt seit nunmehr 20 Jahren mit Telemetrie und Zubehör für Falkner. Auf der Insel sind ihre Sender unter ernsthaften Falknern zu einem Begriff für Leistung, Zuverlässigkeit und hervorragendes Service geworden.

Während des Besuches unseres Freundes Jim Chick, Präsident des UK Hawkboard's und Eigentümer der Firma Falcon Telemetrics, zu Weihnachten auf der Rosenburg, haben wir ihn auch in Sachen Telemetry 'bearbeitet' und versucht ihn zu überzeugen, endlich auch mal 433 Mhz Sender zu entwickeln. Bisher gab es nämlich seine Sender und Empfängerantennen nur für die englische 173 Mhz Frequenz.

Nach einiger Entwicklungsarbeit und intensiven Tests - auch von österreichischen Falknern - gibt es jetzt diese 433 Mhz Sender und eine völlig neuartige Yagi-Antenne zu kaufen.
Sender und Empfängerantennen zeichnen sich vor allem durch ihr kompaktes Design aus, bei dem man wirklich sieht, daß diese Produkte von Falknern für Falkner entwickelt wurden.

Die kompakte Yagi Antenne wird an einen Handscanner (z.B. Yaesu VR500 oder ICOM R10) angeschlossen und bildet zusammen mit dem Sender ein in Sachen Preis/Leistungsverhältnis fast unschlagbares System. Vor allem für Falkner, die ab und zu auch in Schottland unterwegs sind, ist von Vorteil, daß man bei der Lösung mit dem Handscanner eben nur einen Empfänger benötigt und einfach den Sender bzw. Yagi-Antenne der jeweiligen Frequenz erwirbt.
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Die neue Yagi-Antenne im 'Taschenformat'

Die Sender kosten übrigens jeweils 137,-EUR und die Yagi-Antenne 60,-EUR. Die Sender funktionieren natürlich auch für andere Empfänger des 433 Mhz Bandes.

Der ÖFB hat für alle Mitglieder zusätzlich eine Sonderpreisvereinbarung getroffen. Bei Interesse bitte einfach ein Mail an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it senden.

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... gerade mal 21cm Gesamtlänge.

 
Maßgefertigte Hauben vom Feinsten
Monday, 25 September 2006 12:06
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Die Suche nach der perfekten Habichtshaube hat mich wiedermal nach England geführt, wo sich 'M-J Hoods' mittlerweile zu einem Synonym für hochwertigste Hauben zum absolut vertretbaren Preis entwickelt hat.

Nach ausgiebem Besuch bzw. Genuß des tollen Internetauftritts von M-J Hoods (http://www.m-jhoods.co.uk) und dem anschließendem sehr aufschlußreichen Gespräch mit dem Meister, Griff Morgan-Jones, wurden zwei spezielle Habichtshauben bestellt - eine davon maßangefertigt und die zweite sozusagen als Reserve ...

Die Fertigung und Lieferung erfolgte innerhalb von nur einer Woche und die Erwartungen wurden mehr als erfüllt: tolles Leder, perfekte Verarbeitung bis ins Detail und makellose Paßform. Die Bemerkung des Meisters am Telefon '... a rouse and  foot up is not uncommon within a couple of minutes of this hood being fitted'  ('es kommt vor, daß der Vogel nach der Erstverhaubung innerhalb von Minuten entspannt mit leicht gespreiztem Gefieder auf einem Ständer steht') ist beim vorher noch nicht verhaubten Habicht tatsächlich eingetreten - unglaublich!

Dieser Haubenmacher versteht wirklich sein Handwerk.

Christian Habich


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Beizjagd auf Krähen und Enten mit dem Harris Hawk
Tuesday, 28 February 2006 08:28
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Haltung / Abtragen / Jagen
Steven Diethelm

Am Anfang bzw. nach der Beschaffung sollte man den Harris an einem gut übersichtlichen Standort aufstellen, sodass er sich seine neue Umgebung gut und in Ruhe einprägen kann.
In den ersten Tagen habe ich meine HH nur von der Reckkammer (während der Nacht) in eine grosse Voliere  6m x 9m x 3m auf den Sprenkel gestellt, sodass er während meiner Abwesenheit sicher war, sich aber ringsherum die Gegend merken konnte und auch mein Herantreten aufmerksam mitverfolgen konnte.
Auch das Herumlaufen des Hundes ist so automatisch gespeichert worden, ohne das die HH nervös oder sogar wild abgesprungen sind.



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Das praktische Säulenreck ,Modell Hiebeler'
Tuesday, 31 January 2006 09:51
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Säulenreck

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich in der Falknerei die herkömmlichen Aufstellgeräten wie Blockjule, Habichtsprenkelrundbogen, Stangenreck usw. bewährt. Das Waller'sche Rundreck war eine neue falknerische und zweckmäßige Bereicherung. Man kann nicht generell darauf bestehen, das ein Habicht auf dem Habichtssprenkel, oder ein Falke nur auf einer Blockjule aufgestellt werden kann. Es kommt immer auf den jeweiligen Charakter des Vogels an. Manchen Vogel kann man auf jedes Aufstellgerät stellen, ein anderer bringt den Falkner fast zur Verzweiflung, weil der Vogel so unruhig ist, sodass ständig die Gefahr besteht, sein Gefieder zu beschädigen.  Selbst auf dem Stangenreck, das zum vorübergehenden Aufstellen in der Nacht, oder für den Vogel, der sich in Jagdkondition befindet und auf seinen Freiflug wartet, verwendet wird. Obwohl das Reck zu den ältesten Aufstellgeräten gehört, können manche Vögel durch ständiges Springen oder ,Reckreiten', ihr Gefieder beschädigen.

Als sehr zweckmäßig und human hat sich das sogenannte Säulenreck erwiesen, eine Reckreiterei gibt es nicht, der Vogel hat kaum eine Möglichkeit sein Gefieder zu beschädigen. Das Säulenreck benötigt den geringsten Platz, ist ein hervorragendes Ausbildungsgerät, wo sich selbst der scheuste Vogel nach kurzer Zeit beruhigt.
Leider findet man in der Falknerei die verwegensten Konstruktionen, die optisch für den Außenstehenden oft einen negativen oder skeptischen Eindruck hervorrufen. Da der Falkner in der Öffentlichkeit immer kritisch betrachtet wird, muss es dem praktizierenden Falkner wert sein, dass seine Aufstellgeräte auch optisch immer einen souverän gepflegten Eindruck vermitteln. Ich habe auf großen Falknertagungen oft schon die übelsten Aufstellgeräte ohne Farbe oder Recks mit Stofffetzen gesehen,  das Schlimmste, auf einer Großtagung in Ungarn, von einem deutschen Falkner - ein Säulenreck aus lauter Autospiralfedern zusammengeschweißt, zwei Meter hoch! Solche Geräte verkörpern nicht gerade die ,edle' Falknerei.

Der Berufsfalkner Josef Hiebeler hat ein sehr praktisches, optisch sehr schönes und perfekt funktionsfähiges Säulenreck im Baukastensystem entwickelt. Es besteht aus einer gedrechselten Holzsäule (15 cm Durchmesser), mit einem verjüngten Stiel, der wiederum in ein genau kalibriertes Rohr passt. Dieses Rohr hat in der Verlängerung einen 22 mm starken Eisenstab, der in weiteres kalibriertes Rohr passt, dass mit einer Bodenplatte und einem Erddorn versehen ist. Das Säulenreck kann in drei Teile zerlegt werden und in den Rasen, in einen Schirmständer oder in ein gebohrtes Loch in einen Betonboden (Kammer od. Raum) gesteckt werden. Durch diese Konstruktion können verschiedene Höhen gewählt werden und, der gesamte Mechanismus kann sich in sich drehen. Durch diese Beweglichkeit kommt auf die Gelenke eines nervösen Vogels wenig Druck.
Der Säulenkörper wird mit einem Teppich guter Qualität ohne Maschen, also bürstenartig, nahtlos überzogen, als Sitz kann man Kokosmatte verwenden. Wer es exklusiver mag, bzw. einen Vogel hat, der es schafft sogar am Teppich Wannengefieder zu beschädigen, was es fallweise gibt, kann das Säulenreck mit fettgegerbtem Leder überziehen.  Somit ist jeder Gefiederschaden auszuschließen. Der Vogel kann an einer stabilen Drahle und einem mini Schraubkarabiner befestigt werden. Wer auf die Anbindung über die Langfessel Wert legt, kann den Säulenkörper durchbohren, wobei in die Bohrung der Holzsäule ein glattes Kunststoffrohr eingepasst wird, um die Langfessel leicht durchgleiten zu lassen und so am Ende befestigt werden kann.


Anmerkung: Einen Bauplan mit Maßen vom Säulenreck gibt's übrigens hier.



 
Thema: RABENVÖGEL
Friday, 06 May 2005 13:25

Rabenvögel: Kennen wir sie?Image


Für manche Menschen sind sie Seuchenpolizei und Hygienewächter der Natur, für andere nichts anderes als Diebe, Räuber und Mörder. Die Rede ist von den Rabenvögeln, deren Auswirkung auf die Niederwildbesätze häufig eine große Unbekannte darstellt...


Von Gerhart Dagner

Image Artikel Teil 1

Artikel Teil 2



Anmerkung der Redaktion:

Diese beiden Artikel veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift WEIDWERK - Österreichs auflagenstärkste Jagdzeitschrift. Die Artikel wurden bereits in den Ausgaben März und April 2005 publiziert.
Weitere Informationen  und Jahresabonnements gibt's direkt auf
http://www.weidwerk.at


 
Häufige Beizvögel in der modernen Falknerei
Monday, 02 May 2005 08:50

HABICHT - Der Draufgänger

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Der Habicht zählt zu den am häufigsten verwendeten BeizvögelnEuropas. Und das kommt nicht von ungefähr, denn er ist ein draufgängerischer Universaljäger. Sein natürliches Beutespektrum reicht von Sperlingen über Drosseln, Tauben, Krähenvögeln, Fasanen, Enten, Möwen bis hin zu Kaninchen und sogar Hasen. Er ist perfekt für die Jagd im deckungsreichen Gelände angepasst, lässt sich jedoch auch in offenen Landschaftsformen jagdlich einsetzen. Wenn die Küche des Falkners regelmäßig mit Wild versorgt werden soll, dann ist der Habicht der verlässlichste Beizvogel. Französische Falkner nannten ihn deshalb „ Le Cuisinier- Küchenmeister.“

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